Elektrofahrzeuge und Ökostrom - die perfekten Partner

  1. 27.11.2008 08:43
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Die von vier Bundesministerien geplante "Nationale Strategiekonferenz Elektromobilität" findet ab 25.11. in Berlin statt. Es geht um die Markteinführung von Elektrofahrzeugen als effiziente Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), kommentierte zum Auftakt: "Erneuerbare Energien und Elektromobilität sind natürliche Partner. Je mehr Strom wir mit Erneuerbaren Energien produzieren, desto klimafreundlicher wird das Elektrofahrzeug. Je mehr Elektrofahrzeuge am Netz sind, desto besser lassen sich Erneuerbare Energien in die Stromversorgung integrieren."

Mit Strom betriebene Elektromotoren sind wesentlich effizienter und wandeln die eingesetzte Energie um ein Vielfaches besser um, als Verbrennungsmotoren. Schütz: "Ein Klimaschutzprogramm wird die Einführung von Elektrofahrzeugen aber erst, wenn die Fahrzeuge mit Strom aus Erneuerbaren Energien fahren." Die Europäische Union wird in Zukunft die Automobilhersteller noch stärker verpflichten, den CO2-Ausstoß der on ihnen hergestellten Fahrzeuge zu senken.

Dieter Schütz: "Die strategischen Partner der Automobilwirtschaft, sind deshalb nicht die Kohle- und Atomstromkonzerne, sondern die Produzenten von Strom aus Erneuerbaren Energien. Wer die geplante Einführung von Elektrofahrzeugen missbraucht, um eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zu fordern, hat die Chancen nicht verstanden, die im Zusammenspiel von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien liegen."

Es ist von großer Bedeutung, dass die Elektrofahrzeuge mit sauberem Strom betrieben werden, was man anhand des folgenden Beispiels sieht: Wird ein Elektrofahrzeug mit Strohm aus Kohlekraftwerken betrieben, verursacht es einen CO2-Ausstoß von 160 Gramm pro Kilometer. Kommt dieser Strom jedoch aus Erneuerbaren Ressourcen, ist der CO2-Ausstoß fast Null.

Die Bundesregierung rechnet bis 2020 mit etwa einer Million Fahrzeugen, die per Elektromotor betrieben werden und etwa 2 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen. Erneuerbare Energien werden dafür genügend Strom liefern. Diese Strommenge wird – rein rechnerisch – heute bereits von in Deutschland installierten Erneuerbare-Energien-Anlagen an nur zehn Tagen produziert. Der Anteil des von Ökostromanlagen produzierten Stroms lag 2007 bei über 87 Milliarden Kilowattstunden. Bis 2020 wird dieser Anteil am Stromverbrauch von heute etwa 15% auf deutlich mehr als 35% anwachsen.

Elektrofahrzeuge werden, wie jedes andere Auto, meist nur durchschnittlich eine Stunde betrieben. Die restlichen 23 Stunden kann das Fahrzeug dann problemlos mit dem Stromnetz verbunden sein. Ein Teil der Batteriekapazität dieser Fahrzeuge kann zur besseren Integration von fluktuierend eingespeistem Strom aus Wind und Sonne genutzt werden. Bei Windstille oder bedecktem Himmel könnten diese Fahrzeuge einen Teil des vorher gespeicherten Stroms aus Erneuerbaren Energien ins Netz speisen. Bei Wind und Sonnenschein kann eine zeitweise Überproduktion in den Autos zwischengespeichert werden. "Je höher der Anteil Erneuerbarer Energien, desto wichtiger wird die Installation von Speicherkapazitäten. Die Batterien der Elektrofahrzeuge sind ein wichtiger Baustein einer solchen Speicherstrategie", so Schütz abschließen.





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