Stromversorger RWE sieht in den Ländern Südosteuropas massives Expansionspotenzial. Aus diesem Grund haben sich der bulgarische Premierminister Dr. Sergei Stanishev und der Vorstandsvorsitzender der RWE AG Dr. Jürgen Großmann in Berlin getroffen. Hauptpunkt des Meetings war das Interesse des Stromgiganten am bulgarischen Energiemarkt. Das Unternehmen plant, in dieser Region stark zu wachsen. Gesprächsthemen waren unter anderem Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien, das Projekt eines neuen Kernkraftwerks in Belene und die Nabucco-Pipeline.
Stanishev: "Wir begrüßen das Bekenntnis von RWE, in Bulgarien zu investieren und freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit."
RWE strebt eine Projektpartnerschaft mit dem staatlichen bulgarischen Energieversorger NEK an, deren Zweck der Bau eines Kernkraftwerks in Belene, im Norden Buglariens, sein wird. Der deutsche Stromversorger ist zuversichtlich, Verhandlungen bald abschließen zu können.
Großmann betont, dass Sicherheit oberste Priorität hat: "Belene ist 1. Liga in Sachen Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit." Die Europäische Kommission wies erst kürzlich darauf hin, dass Belene eines der Hauptbeispiele für die Reaktorgeneration III sei.
Die beiden Gesprächspartner hoben hervor, dass die Nabucco Pipeline eine Notwendigkeit für eine sichere und verlässliche Gasversorgung in Europa ist: "Nabucco ist ein Eckpfeiler in unseren Bemühungen, Gasimportrouten und -quellen in Europa zu diversifizieren", so Großmann.
Großmann zeigte ebenfalls Interesse an Ökostromprojekten in Bulgarien und sprach mit dem Premierminister über mögliche Projekte im Bereich Wasserkraft und Windkraft. "Solche Investitionen werden dazu beitragen, den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung unseres Landes deutlich zu erhöhen", so Stanishev.