Im neu beschlossenen Bundeshaushalt 2009 sind deutlich mehr Fördermittel für Energieberatung vorgesehen als es in den Vorjahren der Fall war. Von den aufgestockten Mitteln kommen 15 Millionen Euro aus dem Verkauf von Zertifikaten im Rahmen des Emissionshandels. Vor allem private Verbraucher, kleine und mittlere Unternehmen sowie Hausbesitzer werden von der Aufstockung der Fördergelder profitieren. Sie können sich in den neu geförderten Programmen zu allen Fragen bezüglich Energieeffizienz und erneuerbaren Energien beraten lassen und so bares Geld sparen und den Energieverbrauch und somit den persönlichen CO2-Ausstoß verringern.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos: "Die Bürgerinnen und Bürger wollen Energie sparen und ihre Energiekosten senken, sie wissen jedoch häufig nicht genau wie. Deswegen baut das Bundeswirtschaftsministerium seine konkreten Informations- und Beratungsangebote durch eine unabhängige und qualifizierte Energieberatung deutlich aus. Damit unterstützen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen zur Energie- und Kosteneinsparung. Das bringt Entlastung bei den Energiekosten und schont das Klima. Gleichzeitig werden zusätzliche Investitionen im Baugewerbe und Handwerk sowie bei Anbietern von Energieeffizienztechnologien ausgelöst. Damit wird auch die Konjunktur gestärkt."
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert seit 30 Jahren die Energieberatung der Verbraucherzentralen, die deutschlandweit in über 450 Beratungsstellen anzutreffen sind. Verbraucher erhalten dort gegen einen Unkostenbeitrag von nur 5 Euro umfassende Informationen und Beratungen zu den Themen Energie, Stromsparen, Energieeffizienz, Stromanbieterwechsel, Strom- und Gaspreise und mehr. Bereits über 80.000 Menschen haben von dem Angebot Gebrauch gemacht. Weiterführende Infos: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.
Kleine und mittlere Unternehmen können im Rahmen des von Bundeswirtschaftsministerium und KfW aufgelegten "Sonderfonds Energieeffizienz in KMU" bis zu 80% der Energieberatung erstattet bekommen. Weiterhin stellt die KfW den Unternehmen im Rahmen der Kreditkomponente des Programms zinsgünstige Darlehen bereit.
Weiterhin fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit bis zu 50% das Programm "Vor-Ort-Beratung in Wohngebäuden", eine umfassende Energieberatung für Hausbesitzer inklusive konkreter Vorschläge für energiesparende Maßnahmen. Diese Förderung wurde bereits im Mai 2008 aufgestockt und um die Kategorien Stromberatung und Thermografiegutachten erweitert. Das Programm soll helfen, Fehlinvestitionen zu vermeiden und ökologische Sanierungsmaßnahmen anzustreben, die Geld sparen und die Umwelt schützen. Weitere Informationen: www.bafa.de.