Dezentrale Energie: DLR und EnBW forschen gemeinsam

  1. 04.12.2008 07:01
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Das Energieversorgungsunternehmen EnBW und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in Stuttgart eine Forschungsplattform für Dezentrale Energie gegründet, um die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Anlagenkonzepte zur Stromproduktion, die hocheffizient, schadstoffarm und brennstoffflexibel sind, heranzutreiben und zu fördern. Die Forschungsplattform für Dezentrale Energie startet mit zunächst fünf Forschungsprojekten im Frühjahr 2009. Die Initiatoren EnBW und DLR sind bereits in Kontakt mit möglichen weiteren Partnern, um die Forschungsplattform auszubauen und zu stärken.

Professor Dr. Ing. Johann-Dietrich Wörner von der DLG: "Die neue Plattform widmet sich in einzelnen Forschungsprojekten sowohl der Entwicklung als auch der Umsetzung dezentraler Anlagenkonzepte zur Erzeugung von Strom und Wärme."

Das DLR-Institut ist hierbei für die grundlegende Erforschung und Entwicklung von neuen Anlagenkomponenten und -konzepten zuständig, auf Basis konventioneller Brennstoffe (Kohle) wie auch alternativer Brennstoffe (Biomasse) zur Strom- und Wärmegewinnung. Die Wissenschaftler der DLR bestimmen und bewerten Eigenschaften eingesetzter Brennstoffe und entwickeln so neue Simulations- und Designwerkzeuge für Brennkammern und Anlagenkonzepte auf hohem innovativem Niveau. Dabei kommt auch die Mikro-Gasturbine Turbec T100 mit Versorgungsinfrastruktur und umfangreicher Prüfstands-Messtechnik zum Einsatz.

Aufgabe des Kooperationspartners EnBW ist dann der Praxistest der neuen Technologien. Die neu entwickelten Konzepte werden in Pilot- und Demonstrationsanlagen realisiert und erprobt, auf Tauglichkeit geprüft und optimiert.

Dr. Hans-Josef Zimmer von der EnBW: "Mit der Gründung einer gemeinsamen Forschungsplattform der EnBW mit dem Stuttgarter DLR-Institut für Verbrennungstechnik legen wir den Grundstein für zahlreiche Forschungsprojekte und kreative Lösungsansätze zur energieeffizienten Strom- und Wärmegewinnung aus dezentralen Anlagen. Bis zum Jahr 2030 soll sich laut Internationaler Energieagentur IEA der weltweite Strombedarf nahezu verdoppeln. Zu seiner Deckung sind auch neue dezentrale Anlagenkonzepte dringend notwendig."





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