BSW-Solar: EU-Richtlinien ebnen Weg zum Ausbau Erneuerbarer Energien

  1. 18.12.2008 08:28
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Der BSW-Solar (Bundesverband Solarwirtschaft) zeigt sich erfreut über das Übereinkommen des Europäischen Parlamentes mit den EU-Mitgliedstaaten bezüglich einer Richtlinie für Erneuerbare Energien. Der Anteil von Ökostrom aus erneuerbaren Energien soll bis zum Jahr 2020 auf 20% angehoben werden. Carsten Körnig von BSW-Solar: "Diese Entscheidung macht den Weg für den Ausbau Erneuerbarer Energien in Europa endgültig frei. Die Richtlinie erhöht die Investitionssicherheit für die Solarindustrie erheblich und ist ein wichtiger Schrittmacher für das mittel- bis langfristige Marktwachstum der Branche in Europa. Der Export deutscher Solartechnik wird davon profitieren."

Nach Einschätzung des BSW-Solar wird die Solarenergie im Bereich Strom und Wärme einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Erreichen der neuen Ausbauziele leisten. Deutsche Solarunternehmen exportieren bereits etwa 50% ihrer Produktion ins meist europäische Ausland.

Die EU wird zur Umsetzung ihrer Umwelt- und Energieziele erfolgreiche Markteinführungsstrategien anderer Mitgliedsstaaten mit einbeziehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird von der europäischen Richtlinie ausdrücklich als geeignetes Förderinstrument genannt. Nationale Förderinstrumente werden auch nach einer für das Jahr 2014 geplanten Überprüfung der Direktive Bestand behalten. Körnig weiter: "Die zeitweise erwogene Einführung eines europaweiten Zertifikatehandels für erneuerbare Energien, welcher die Solarbranche bedroht hätte, ist damit vom Tisch. Die Richtlinie stärkt nationalen Einspeisetarifen den Rücken."

Solare Wärme- und Kältegewinnung werden erstmals Eingang ins europäische Recht finden, was die BSW-Solar als wichtigen Etappensieg feiert. Carsten Körnig: "Auch beim solaren Heizen kann die Richtlinie einen Wachstumsschub auslösen. Die europäischen Mitgliedsstaaten sind aufgefordert, Regelungen für eine verstärkte Nutzung in Gebäuden zu erlassen. Auch wenn wir uns hier noch deutlichere Formulierungen gewünscht hätten, bringt uns der Kompromiss ein ganzes Stück weiter."

Die Richtlinie sieht für alle 27 EU-Mitgliedsstaaten verbindliche Ausbauziele vor und gewährt den Erneuerbaren Energien garantierten Netzzugang in ganz Europa. Sie fordert weiter alle Mitgliedstaaten auf, nationale Aktionspläne für die Einführung regenerativer Energien zu erlassen und administrative Hemmnisse bei der Realisierung von Erneuerbare-Energien-Anlagen abzubauen. Nun müssen am Freitag noch die europäischen Staats- und Regierungschefs sowie kommende Woche das europäische Parlament noch formal zustimmen. Die Direktive wird einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des unendlichen Solarpotenzials spielen. Es ist angestrebt, bis 2020 rund 10% des europäischen Bedarfs an Strom durch erneuerbaren Energien und insbesondere Sonnenkraft zu schöpfen.





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