Der staatliche russische Gasversorger Gazprom wird ab Januar die Gaspreise senken. Die Gaspreissenkung wird für Europa gelten und etwa ein Drittel ausmachen. 1000 Kubikmeter Gas werden ab Januar 2009 nur noch 280 Dollar (ca. 210 Euro) kosten. Diese Gaspreissenkung stellt die erste Senkung in einer Budgetplanung seit der russischen Finanzmarktkrise Ende der 90er Jahre dar. Als Grund für die günstigen Gaspreise wird der aktuelle „Sinkflug“ der Energiepreise angegeben.
Der Gazprom-Konzern hat vor, an den Gasexport-Plänen festzuhalten und 2009 die Ausfuhr von Gas nach Europa um 2,5% auf 165 Milliarden Kubikmeter steigern. Da die Gaspreise am internationalen Markt an die Ölpreise gekoppelt sind, bindet der Gasversorger jedoch als Bedingung für die Preissenkung ein stabiles Preisniveau von weniger als 50 Dollar je Barrel Öl.
Ein Gazprom-Manager schloss angesichts des niedrigen Stromverbrauchs in Europa eine Senkung der Gasexporte nicht aus. Auf Grund der anhaltenden Wirtschaftskrise und des ungewöhnlich milden Winters gehe die Produktion zurück.
Der Überschuss des russischen Gasversorgers Gazprom wird nach Ansicht des Managers in jedem Fall zurückgehen. Für 2009 rechnet er mit einem Rückgang von 24% auf etwa 26,5 Milliarden Dollar. Mit etwa 35 Milliarden Kubikmeter ist Deutschland der mit Abstand größte ausländische Abnehmer von russischem Gas. Das Gas wird zum größten Teil zum Heizen von Wohnraum verwendet.