Wird eine Person zum Pflegefall, dann ist die gesetzliche Pflegeversicherung in den seltensten Fällen dazu in der Lage, alle tatsächlichen Kosten abzudecken. Um vorzusorgen und im Fall der Pflegebedürftigkeit finanziell abgesichert zu sein, kann man eine private Pflegetagegeldversicherung abschließen.
Zum ersten Mal hat die Zeitschrift Finanztest private Pflegetagegeldversicherungen unter die Lupe genommen und ist zu einem niederschlagenden Ergebnis gekommen: Die meisten Angeboten schaffen es nur bis „ausreichend“ oder bestenfalls „befriedigend“, nur einige Ausnahmen konnten mit „gut“ bewertet werden.
Als Bewertungsschema lag das Preis-Leistungs-Verhältnis zu Grunde. Eintrittsalter war jeweils mit 45 und mit 55, unterteilt in Frauen und Männer. In allen vier Konstellationen schnitt die DKV mit dem Tarif PET am besten ab. Eine bei Vertragsabschluss gesunde Frau im Alter von 45 Jahren muss in diesem Tarif monatlich 38 Euro zahlen, um im Pflegefall bis zu 1.762 Euro zu erhalten. Bei häuslicher Pflege enttäuschen gerade die günstigen Versicherungen, besonders bei Pflegestufe 1: Sie zahlen erheblich weniger.
Grundsätzlich gilt für alle Pflegetagegeldversicherungen: Je höher das Eintrittsalter, desto höher sind die Beiträge. Man sollte spätestens mit Mitte 50 in einen solchen Versicherungsvertrag einsteigen, denn sonst sind die Beitragszahlungen auch für kerngesunde Menschen nicht mehr zahlbar. Auch sollte man sich sicher sein, dass man sein Leben lang in der Lage sein wird, den Beitrag zu zahlen, denn wer aus der Versicherung vorzeitig aussteigt, verliert nicht nur den Versicherungsanspruch sondern auch das ganze bisher eingezahlte Geld.
In der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest kann der komplette Test nachgelesen werden, oder online unter www.test.de.