Die Fördermittel für Berufstätige, die ein Studium zu beruflichen Weiterbildung aufnehmen, wurden von der Bundesregierung gerade um 6 Millionen Euro aufgestockt. Bis Ende nächsten Jahres werden so genug Stipendien für 1.500 Studierende zur Verfügung stehen.
Bundesministerin Annette Schavan begann im Sommer dieses Jahres das Programm Aufstiegsstipendien, mit dem beruflich besonders begabte Menschen einen Anreiz erhalten sollen, ein Studium aufzunehmen und sich so zusätzlich weiter zu bilden. Schavan: "Wir wollen die Aufstiegschancen für alle verbessern und unterstützen deshalb beruflich Qualifizierte bei ihrem Weg in die Hochschulen."
Durchführendes Organ des Programms Aufstiegsstipendien ist die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung GmbH (SBB). Die Nachfrage nach dem Bildungsprogramm ist sehr hoch: Schon 7 Wochen nach Eröffnung zählte das Ministerium 2.000 Bewerbungen. Daher wird an einer Ausweitung des Programms gearbeitet.
Die Förderung bezieht sich vor allem auf Berufserfahrene, die durch Ausbildung, Fortbildung und Berufspraxis zur Durchführung eines Studiums qualifiziert sind. 75% der geförderten Berufstätigen sind über 25 Jahre. Davon verfügen ca. 35% über die allgemeine Hochschulreife, die teilweise erst über den zweiten Bildungsweg erreicht wurde. 40% der Stipendiaten haben vor, ein Studium im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) durchzuführen.
Das Aufstiegsstipendium für Personen, die in Vollzeit studieren, beträgt 650 Euro plus 80 Euro Büchergeld pro Monat. Dazu kommt eine Pauschale für Kinderbetreuung von 113 Euro für das erste Kind und jeweils 85 Euro für jedes weitere. Personen, die einen berufsbegleitenden Studiengang wählen, erhalten pro Jahr eine Unterstützung von 1.700 Euro.
Es wird darüber diskutiert, wie der Hochschulzugang bis 2010 auch ohne Abitur möglich ist. Es soll flexiblere Regelungen für die Anerkennung beruflichen Qualifikationen geben, um auch den Personen den Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen, die kein Abitur, dafür aber jahrelange qualifizierte Berufserfahrung haben.