Das Verbraucherportal Verivos meldet, dass von den deutschen Stromversorgern mittlerweile schon fast 50% Preiserhöhungen im Bereich Strom angekündigt haben. 99% davon haben vor, ihre Preise bereits zum ersten Quartal 2009 um im Schnitt 8,1% zu erhöhen. Ein Musterhaushalt mit etwa 4.000 kWh/Jahr muss bei einer solchen Strompreiserhöhung mit einer Mehrbelastung von 69 Euro im Jahr rechnen. Kunden der Elektrizitätswerke Röttingen wird es am schlimmsten erwischen: Hier steht eine Strompreisanpassung von 27,7% an.
Nur 9 der über 920 Stromversorger in Deutschland gehen gegen den Trend und senken ihre Preise. Um durchschnittlich 3,6% werden diese fallen. Für die Kunden der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH gibt es eine besondere Überraschung, denn dort fallen die Strompreise um 8,4%. 26 weitere Stromversorger haben bereits Stromtarifanpassungen angekündigt, wollen aber über die Höhe der Preisänderung noch keine Angaben machen.
Auf dem Gasmarkt geht es ähnlich zu: 317 Gasversorger von 766 auf dem deutschen Gasmarkt tätigen Unternehmen haben entsprechende Preisanpassungen angekündigt, wovon 26 Gasanbieter sich bei der Nennung der neuen Tarife noch zurückhalten. Der Großteil der bereits bekannten Preisanpassungen bringt erfreuliche Nachrichten: 204 Gasversorger senken die Preise im ersten Quartal 2009 um durchschnittlich 5,4%. Das bedeutet für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von etwa 20.000 kWh/Jahr eine durchschnittliche Ersparnis von 81 Euro. Der gleiche Musterhaushalt muss jedoch etwa 133 Euro mehr zahlen, wenn er den 87 Gasversorgern angehört, die die Gaspreise um durchschnittliche 8,9% erhöhen werden. Hier sind die Gaskunden der N-ERGIE AG am schlimmsten betroffen, es stehen Gaspreiserhöhungen von 27% an.