Dezentrale Stromversorgung gewinnt an Bedeutung

  1. 07.01.2009 11:21
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Gemäß einer Studie von Steria Mummert Consulting (Zukunftsfaktoren 2020) sollen im Jahr 2020 bereits 30% des Strombedarfs in Deutschland und Europa mit dezentralen Kleinkraftwerken in Eigenheimen erzeugt werden. Dank intelligenter Technik sind solche Nachbarschafts-Stromnetze nicht nur in der Lage Geld zu sparen, sondern sind auch gleichzeitig fast unabhängig. Lediglich bei Spitzen durch besonders hohen Stromverbrauch wird auf das allgemeine Stromnetz zurückgegriffen. Stromersparnis in Höhe von 40% hält Steria Mummert für möglich.

Das heutige System zur Energieversorgung ist überwiegend zentral ausgerichtet. In den kommenden Jahren könnte sich die Versorgung mit Strom auf mehrere kleine Versorgungseinheiten aufteilen. Die Stromerzeugung, die Verteilung und Belieferung der Endkunden mit Energie werden dabei zu dezentralen Einheiten zusammengefasst und mit übergreifenden Leistungs- und Energiemanagementsystemen gesteuert.

Besonders in Ballungsräumen haben kleine Stromnetze, so genannte „Nachbarschafts-Stromnetze“ gute Chancen. So können mit Hilfe von Solaranlagen, Kleinkraftwerken oder weiteren alternativen und umweltfreundlichen Energiequellen mehrere Wohneinheiten ausgestattet und versorgt werden.

Norbert Neumann von Steria Mummert Consulting: "Insbesondere auf die kommunalen Energieversorger kommen damit weitere Anforderungen zu. Sie werden noch näher an den Kunden rücken und deutlich mehr in Kundenservices und -beratung investieren müssen. Viel stärker noch als heute sind im Kundenservice künftig Qualität, Effizienz und Flexibilität gefordert. Weniger der Preis wird wettbewerbsentscheidend als vielmehr ein exzellenter Service."

Intelligente Energieserver können das individuelle Bereitstellungs- und Nutzungsprofil der Einheiten ermitteln und überwachen, was einen optimalen Austausch gewährleistet. So ist der Anschluss an das allgemeine Stromnetz nur noch dann notwendig, wenn in Spitzenzeiten mehr Strom benötigt wird als die Kleinanlagen liefern können.

Der Stromverbrauch kann mit solchen Nachbarschafts-Stromnetzen langfristig gesenkt werden. Werden nicht bald intelligente Lösungen gefunden, wird Deutschland bald 60% mehr Energie benötigen als es heute der Fall ist. Werden aber alle zur Verfügung stehenden Optimierungsmöglichkeiten intelligent und effizient genutzt, kann der Strombedarf um 40% gesenkt werden.

Die Studie "Zukunftsfaktoren 2020" macht bewusst: Die Energieeffizienz kann durch eine dezentrale Energieversorgung von Privathaushalten und kleineren Gewerbebetrieben verbesset werden und neue, alternative Technologien nutzbar gemacht werden.





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