Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht Zahlen zum Verbraucherpreisindex, die für 2008 eine Teuerung von 2,6% gegenüber dem Vorjahr voraussagen. Dies bedeutet damit ist die Teuerungsrate auf dem höchsten Niveau seit 1994, als sie +2,8% betrug.
Für den Dezember liegen bereits die Ergebnisse aus sechs Bundesländern vor, aus denen sich eine Teuerungsrate von 1,1% ergibt. Die Verbraucherpreise stiegen damit im Vergleich zum November um 0,3%.
Schon zu Jahresbeginn lag die Inflationsrate hoch und erreichte dann im Juni und Juli mit jeweils +3,3% den höchsten Stand. Danach ging der Preisauftrieb wieder zurück und unterschritt seit November wieder den kritischen Schwellenwert von 2%.
Ausschlaggebend für beide Phänomene war vor allem die Preisentwicklung bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen. Außerdem spielten die Preise einiger Nahrungsmittel eine Rolle. Seit Herbst 2007 waren diese Preise stark angestiegen, blieben dann stabil und sanken zuletzt
wieder ab.
Für die Verwendung im Rahmen der EU wird der so genannte "harmonisierte Verbraucherpreisindex" berechnet. Er steigt für Deutschland im Jahresdurchschnitt 2008 um 2,8% im Vergleich zu 2007. Für den Dezember 2008 liegt er im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1% höher, im Vergleich zum November 2008 stieg er um 0,4%.
Am 15. Januar 2009 werden die endgültigen Ergebnisse für den Dezember und das Gesamtjahr 2008 veröffentlicht werden.