Bei der Online-Beschaffung haben Firmen in Deutschland die Nase vorn

  1. 11.01.2009 09:38
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Laut einer Meldung des Branchenverbandes Bitkom haben deutsche Firmen bei der Onlinebeschaffung die Nase vorn. Bereits heute kaufen 60 % der deutschen Firmen per Internet ein. Jedes 5. Unternehmen nutzt dabei bereits direkte Netzwerke zu anderen Firmen.

Bei den gekauften Waren handelt es sich z. B. um Materialien für die Produktion, Waren oder Bauteile. Damit steht Deutschland im europaweiten Vergleich auf Platz 2 hinter Schweden. In diesem Land sind es fast 3/4 aller Firmen mit über 10 Mitarbeitern, nämlich 72 %, die die Beschaffung per Internet abwickeln. Diese Zahlen legte der Hightech-Verband BITKOM vor. Basis bilden die Werte der europäischen Behörde für Statistik, Eurostart, die im Jahr 2007 erhoben wurden.

Der BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer äußerte sich in etwa so, dass die Firmen die Vorteile von IT erkannt haben und dadurch viele interne Abläufe vereinfacht oder optimiert worden sind. Die Wettbewerbsfähigkeit etlicher Firmen wurde durch moderne Kommunikations- und Informationstechnologie verbessert. Damit trotzden die Firmen der aktuellen Wirtschaftskrise und meistern die ungünstige Ausgangslage deutlich besser.

Auch die anderen europäischen Länder nutzen die elektronischen Einkaufsmöglichkeiten. So kaufen durchschnittlich in allen 27 EU-Ländern etwa 39 % aller Unternehmen im Internet ein. Nach Schweden und Deutschland reihen sich Dänemark und Großbrittanien (mit je 59 %), Österreich (56 %), Finnland mit 55 %, Belgien und Irland mit jeweils 53 % und die Niederlande mit 41 % ein. Platz 13 hat Italien mit 29 % erreicht. Frankreich hat keine Zahlen gemeldet.

Die kostspieligen Lagerplätze gering zu halten und wenig Kapazitäten zu nutzen, haben sich einige Branchen auf die Fahne geschrieben. Trotzdem müssen genügend Rohstoffe und Materialien da sein, damit die Produktion nicht angehalten werden muss. Deshalb vernetzen sich viele Firmen komplett mit den jeweiligen Lieferanten. So war 2007 in Deutschland etwa jede 5. Firma über elektronische Bestellmöglichkeiten oder Ordnereingänge vernetzt mit einer anderen Firma. Das hat zur Folge, dass eine ausgelöste Bestellung fast zur gleichen Zeit auch im Computersystem der Zulieferfirma erscheint und dort zeitnah bearbeitet werden kann.






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