Mit Modernisierungsmaßnahmen Nebenkosten langfristig senken

  1. 09.01.2009 10:27
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Die Vorlage eines Energiepasses für Wohngebäude ist ab diesem Jahr Pflicht, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder vermietet wird. Kann ein Eigentümer dieser Aufforderung nicht nachkommen, muss er mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Ein solcher Verstoß kann bis zu 15.000 Euro Geldbuße kosten. Ziel des Energieausweises soll es sein, auf lange Dauer gesehen den CO2-Ausstoß zu verringern und umweltfreundlichen Immobilien bessere Chancen auf dem Markt einzuräumen. Unter www.holzfaser.org gibt es eine Liste qualifizierter Fachleute, die kundige Energieberatungen an der Immobilie durchführen und zur Ausstellung des vom Gesetzgeber geforderten Energieausweises berechtigt sind.

Dr. Ing. Tobias Wiegand vom Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD): „Die klimatischen Veränderungen auf der Erde sollten Anlass sein, unseren Umgang mit Heizwärme und Energie zu überdenken. Ob Sanktionen dabei hilfreich sind, sei dahingestellt. Wichtig ist, am Klimaschutzziel des Kyoto-Protokolls festzuhalten und den Kohlendioxidausstoß mit Augenmaß zu reduzieren.“

Mit recht einfachen Maßnahmen kann man den Energiebedarf von Wohngebäuden und Gewerbebauten senken. Dabei können die Nebenkosten merklich gesenkt werden. Ein Beispiel zur Senkung des Stromverbrauchs sind zum Beispiel Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern. Sie können helfen, den Energiebedarf messbar zu verringern und unnötig hohen Brennstoffverbrauch zu vermeiden. Dabei wird gleichzeitig der CO2-Ausstoß verringert.

Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei den privat genutzten Wohngebäuden gelten, denn hier fallen rund 80% des Energieverbrauchs auf die Erzeugung von Heizwärme. Durch gezielte Maßnahmen wie Dämmung der Dächer und Fassaden können Nebenkosten drastisch und dauerhaft gesenkt werden.

Ein weiterer Ansatz sind die Fenster und Türen: Ein Austausch alter und maroder Fenster gegen eine Mehrscheiben-Isolierverglasung kann einen großen Teil der Heizwärme drinnen halten und lässt sie nicht ungehindert ins Freie, wie es normal verglaste alte Fenster tun.

Die Erneuerung der Heizungsanlagen ist eine weitere sinnvolle Investition, die nachhaltig den Energieverbrauch und damit die Nebenkosten senkt. Die Leistungsstärke des neuen Brenners muss unbedingt an die Umstände angepasst werden. Ist bereits eine neue Dämmung vorhanden und neue Fenster wurden eingebaut, kann unter Umständen ein Brenner mit geringerer Leistung gewählt werden.

Um dem aktuellen Niveau der Energieeinsparverordnung zu entsprechen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

- Ausdämmen von Wandgefachen
- Auskleiden von Dachflächen mit Dämmplatten und –keilen
- Auslegen von Dachböden mit Dämmmatten
- Einbau von Solaranlagen
- Einbau zeitgemäßer Brennkessel
- Fachmännisches Aufdämmen
- Neuverputzen und Anstreichen von Fassaden
- Unterdämmen von Kellerdecken

Der Wohneigentümer kann also eine Fülle von Maßnahmen ergreifen, um die Umwelt zu schonen, CO2 zu vermeiden und die Nebenkosten für sich und eventuelle Mieter und Käufer der Immobilie langfristig und nachhaltig zu senken. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass fachgerecht isolierte und modernisierte Immobilien an Wert gewinnen und am Markt den nicht sanierten Gebäuden weit überlegen sind.




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Tipp: Energieausweis vor dem Einzug prüfen