Die BILD-Zeitung berichtet, dass nach Angaben des Instituts für Städtebau (Ifs) die Wohnnebenkosten wie Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr und andere Betriebskosten in den letzten 5 Jahren massiv angestiegen sind, nämlich um insgesamt 32,2%.
Die Entwicklung der Wohnnebenkosten in den Jahren 2003 – 2008 zeichnete sich wie folgt ab:
| Abwasser | + 6,7 % |
| Gas | + 47,3 % |
| Heizöl | + 112,8 % |
| Holz, Kohle etc. | + 10,6 % |
| Müllabfuhr | + 7,2 % |
| Sonstige Gebühren | + 7,6 % |
| Strom | + 28,8 % |
| Wasser | + 8,3 % |
| Gesamt | + 32,2 % |
(Quelle: Ifs Berlin)
Besonders im Jahr 2008 war die Teuerungsrate sehr hoch, sie betrug 7,6%. Im bundesweiten Durchschnitt stiegen im gleichen Jahr die Nettokaltmieten um nur 1,3%, wogegen diese über eine Spanne von 5 Jahren um 5,3% stiegen.
"Die sogenannte zweite Miete ist vor allem wegen der Kosten für Heizöl und Gas in den vergangenen Jahren extrem stark angestiegen. Trotz des deutlichen Preisrückgangs bei Heizöl zum Jahresende 2008 hat sich es sich im Jahresschnitt um 32,4 Prozent verteuert", so Ifs-Leiter Stefan Jokl. Auf Grund der hohen Kosten für Heizöl und Gas werden Mieter und Eigentümer sich auf dramatische Nachzahlungen gefasst machen müssen.
Der Nebenkostenexperte sagt für 2009 eine leichte Entspannung bei der den Betriebskosten voraus: "Es wird dieses Jahr zwar eine merkliche Abschwächung der Nebenkosten geben. Generell bleiben sie aber teuer, weil sich die Preise auf einem sehr hohen Niveau befinden."