Die betriebliche Altersvorsorge wird sich nach Angaben von Top-Entscheidern in der deutschen Versicherungswirtschaft in den nächsten 3 Jahren massiv verstärken, und auch die private Altersvorsorge und das übrige Geschäft mit Lebensversicherungen werden stark ansteigen. Somit haben sich die Prognosen, die mit einem starken Zuwachs im Bereich der Altersvorsorge rechnen, seit 2006 mehr als verdoppelt.
Das sind die Ergebnisse der Studie "Branchenkompass 2008 Versicherungen" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. Im Juni 2008 wurden zu dieser Studie 100 Entscheider aus 100 der größten deutschen Versicherungsgesellschaften über Investitionsziele und die geplante Marktpolitik bis 2011 befragt. Teilgenommen haben die Vorstandsmitglieder und –Vorsitzenden sowie die Leiter der zuständigen Finanz- und Entwicklungsabteilungen aus den Sparten der Personen- und Schadenversicherung: Leben, Kranken, Kfz, Haftpflicht, Industrie/Gewerbe, Transport, Rechtsschutz und andere Sachversicherungen.
88% der befragten Führungs- und Fachkräfte im Bereich Versicherungen rechnen in den nächsten drei Jahren mit Zuwächsen bei den Lebensversicherungen und der privaten Altersvorsorge. 46% der Befragten waren bei der Befragung von 2008 optimistisch eingestellt. Im Jahr 2006 waren es nur 23%, die an einen Anstieg der Altersvorsoge glaubten. Keiner anderen Versicherungssparte wird so viel Wachstumspotenzial zugetraut wie der der Lebensversicherungen und Altersvorsorge.
Nicht nur die steigende Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge ist Wind unter den Flügeln der Versicherer. Auch die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen tragen dazu bei, dass mehr Personen sich dazu entschließen, Verträge zur Altersvorsoge abzuschließen. So werden neue Regelungen zur Übernahme der Anwartschaften/Portabilität bei Arbeitgeberwechsel in Zukunft dafür sorgen, dass mehr Menschen sich für eine betriebliche Altersvorsorge entscheiden.