Zum Ende des Jahres 2008 ist der Anteil von Kurzarbeit am Arbeitsmarkt noch ein Mal kräftig angestiegen. Laut Bundesagentur für Arbeit wurden im November letzten Jahres 164.000 Kurzarbeiter gemeldet, im Dezember stieg die Zahl auf 300.000 Arbeitnehmer an. Schätzungen gegen davon aus, dass sich die Zahl der Kurzarbeiter in den nächsten Monaten sogar noch weiter steigern wird.
Krisengeschüttelte Unternehmen wurden in letzter Zeit von der Bundesregierung ausdrücklich ermutigt, bei flauen Auftragslagen zu Kurzarbeit zu wechseln. Die Beschäftigten erhalten so vorübergehend Kurzarbeitergeld und behalten ihre Arbeit, und der Betrieb hat den Vorteil von weniger Lohnkosten und den Erhalt von qualifizierten, eingearbeiteten Mitarbeitern. Arbeitslosigkeit kann so vermieden werden und Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Beschäftigten gezielt zu qualifizieren.
Betriebe, die in einer konjunkturell schwierigen Phase stecken, können so Engpässe überbrücken. Die Bundesregierung hat zum 01.01.2009 dazu die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld von 12 auf 18 Monate verlängert.