Hauseigentümer in Deutschland freunden sich
immer mehr mit erneuerbaren Energien an, wenn es um das Heizen von Wohnraum geht. Eine aktuelle repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zeigt, dass die alternativen Heizformen wie Solaranlagen oder Pelletheizungen immer mehr an Beliebtheit gewinnen.
Dabei spielt besonders das Heizen mit Holz eine große Rolle: 46% der Hauseigentümer, die in den letzten 5 Jahren Sanierungsmaßnahmen durchgeführt haben, haben sich für den Einsatz dieses nachwachsenden Energieträgers entschieden. Solarenergie steht mit 25% an zweiter Stelle der Beliebtheitsskala.
Thomas Kwapich, Bereichsleiter bei der dena: "Die Zahlen belegen, dass die erneuerbaren Energien eine
immer größere Bedeutung bei der Wärmegewinnung bekommen - vor allem als zweites Energiestandbein. In Kombination mit einer guten Wärmedämmung tragen erneuerbare Energien damit entscheidend zu einer vorausschauenden und zukunftssicheren Energieversorgung bei."
82% der Hauseigentümer, die mit Hilfe erneuerbarer Energien heizen, sind mit ihrer Entscheidung zufrieden. Hohe Heizkosten sind hier viel weniger ein Problem als bei Befragten, die noch Öl, Gas oder konventionellen Strom zum Heizen des Wohnraums nutzen.
Bei der Umfrage trat außerdem zu Tage, dass 35% der Hausbesitzer noch nie Sanierungsmaßnahmen angewandt haben. 28% dieser Sanierungsmuffel würden jedoch dann sanieren, wenn die bisherige Anlage in den Kosten steigen würde. Weitere 22% würden nur dann sanieren, wenn ein Experte ihnen explizit dazu raten würde.
Eine großer Teil der Befragten, die in den letzten 15 Jahren ihre Heizanlage modernisiert haben, haben bei diesem Anlass gleich weitere Faktoren mit einbezogen und weitere Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs durchgeführt. Bei 40% der Sanierungsmaßnahmen wurden gleichzeitig die Fenster erneuert und einfach verglaste durch mehrfach verglaste Energiesparfenster ersetzt, und es wurden Maßnahmen zur besseren Dämmung von Dachboden, Fassade und Keller durchgeführt.
Eine Modernisierung bezüglich Energieeffizienz lohnt sich grundsätzlich, ob man erneuerbare Energien mit einbezieht oder lieber weiterhin traditionelle Quellen nutzt. 62% der Hauseigentümer geben nach den Modernisierungsmaßnahmen an, dass die Energiekosten deutlich und spürbar gesunken sind.
Bauherren, die erneuerbare Energien im Gebäudebereich einsetzen, unterstützt die Bundesregierung mit attraktiven Fördermöglichkeiten im Marktanreizprogramm. Unter
www.zukunft-haus.info/foerderrechner können Interessierte sich den individuellen Fördersatz berechnen lassen und finden weitere interessante Tipps und Fakten zum Thema Gebäudesanierung.