Die Commerzbank, die zweitgrößte Bank Deutschlands, hat als erstes deutsches Kreditinstitut eine staatlich garantierte Anleihe ausgegeben. Die Anleihe ist vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) garantiert und hat ein Volumen von mindestens einer Milliarde Euro. Die Laufzeit des Wertpapiers soll 3 Jahre betragen, Zinshöhe und genaues Volumen der Anleihe stehen noch nicht fest und sollen durch Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt bestimmt werden.
Die Commerzbank will sich nach eigenen Angaben mit dieser Maßnahme einen zusätzlichen Spielraum für ihr Kreditgeschäft schaffen. In Zeiten der Finanzkrise ist dies wohl auch eine Strategie, im Geschäft mit Mittelstandskunden weiteren Boden zu gewinnen. Gerüchte, die Commerzbank würde die staatsgarantierte Anleihe zur Finanzierung der laufenden Übernahme der Dresdner Bank nutzen, wurden dementiert.
Durch den staatlichen Rettungsfonds SoFFin wurden der Commerzbank Anleihen von insgesamt bis zu 15 Mrd. Euro garantiert. Laufen Wertpapiere länger als 7 Jahre, werden für Garantien eine Gebühr von knapp einem Prozent fällig. Der staatliche Rettungsfonds hatte bereits wegen der Finanzkrise 8,2 Milliarden Eigenkapitalhilfe aus dem knapp 500 Milliarden Euro schweren Fonds an die Commerzbank gezahlt.