ver.di sieht in der Teilverstaatlichung der Commerzbank die Stärkung einer systemrelevanten Bank und bezeichnet dies als notwendige Maßnahme zum Schutz von Anlegern, Angestellten und der heimischen Wirtschaft.
Uwe Foullong von ver.di erwartet von der Bundesregierung, dass diese ihren Einfluss nutzt um so viele Arbeitsplätze und Bankstandorte wie möglich zu erhalten. Die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank müsse über mehrere Jahre hin sozial und fair gestaltet werden.
Foullong betonte, es sei paradox und schädlich, wenn auf der einen Seite Steuergelder, die die Allgemeinheit belasten, in die Commerzbank fließen, und dies im Endeffekt dazu führe, dass die Gesellschaft auch noch die Kosten der Arbeitslosigkeit tragen müsse. Dieser Negativeffekt müsse in jedem Fall vermieden werden.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat schon immer vor der Großfusion von deutschen Banken gewarnt, auch vor der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank. Die nun entstandene wirtschaftliche Situation benötigt laut Foullung staatliche Hilfe, um erfolgreich in die Zukunft zu gelangen.
Vom Vorstand der Commerzbank fordert ver.di, dass die anstehenden Sozialplanverhandlungen genutzt werden, um zu beschäftigungs- und standortsichernden Regelungen zu kommen. Den Kündigungsausschluss bis Ende 2011, der bisher ausgehandelt wurde, sieht ver.di als ersten richtigen Schritt an. Weitere Regelungen zum Schutz der Commerzbank-Beschäftigten seien nach Aussage von Foullong auf Grund der Größe und der mit der Fusion verbundenen Auswirkungen unbedingt erforderlich.