RWE: Braunkohle-Absatz 20% höher als im Vorjahr

  1. 15.01.2009 10:54
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Der Absatz von Braunkohlebriketts schnellt weiter in die Höhe. Anhaltender Dauerfrost und der Gasstreit haben dazu beigetragen, dass im Jahr 2008 die Produktion von Braunkohle-Produkten um 20% gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Dr. Klaus Müller von RWE Power: "Obwohl unsere Produktionsanlagen auf vollen Touren laufen, haben wir Mühe, die Nachfrage vollständig zu befriedigen. An dieser Entwicklung lässt sich auch deutlich erkennen, wie hoch der Stellenwert der Versorgungssicherheit für die Menschen ist. Viele Kunden nutzen ihren Kaminofen mit heimischen Braunkohlenbriketts nicht nur wegen der gemütlichen Wärme. Sie wollen auch eine Reserve haben für den Fall der Fälle."

RWE Power betreibt mehrere Produktionsstätten zur Herstellung von Produkten, die auf Braunkohle basieren. Fast 1,2 Millionen Tonnen Heizprofi-Briketts wurden 2008 an den drei Standorten Fortuna-Nord in Niederaußem, Wachtberg bei Frechen und Ville-Berrenrath bei Hürth produziert – 20% mehr als im Vorjahr. Jährlich werden insgesamt über 4 Millionen Tonen Veredlungsprodukte aus Braunkohle hergestellt. Viele industrielle Abnehmer im In- und Ausland greifen derzeit lieber zu Braunkohle als zu Erdgas, da die Preissituation der heimischen Kohle gegenüber Öl und Gas wesentlich günstiger ist.

Dr. Müller: „Die Braunkohle macht die Energieversorgung und damit auch die Wirtschaft weniger abhängig von importierten Energieträgern und ihren Preisrisiken. Das spürt man in solchen Zeiten ganz besonders.“ Das Kerngeschäft von RWE Power ist jedoch nach wie vor die Stromversorgung. 2008 wurden rund 70 Milliarden Kilowattstunden Strom auf Basis von Braunkohle erzeugt. Somit stammt jede vierte Kilowattstunde Strom aus dem heimischen Energieträger Kohle.

Im letzten Jahr wurde am Standort Fortuna-Nord eine neue 24 Millionen Euro teure Mahlanlage, eine so genannte Walzenschüsselmühle, in Betrieb genommen. Diese garantieren langfristig die Produktion von jährlich rund 500.000 Tonnen Braunkohlenstaub. Investitionen dieser Art stellen nicht nur die Produktion und die Versorgung mit Kohleprodukten sicher, sondern erhalten langfristig Arbeitsplätze. So sind zurzeit 1.500 Mitarbeiter an den Veredlungsstandorten von RWE tätig. An den Standorten werden neben Braunkohlenstaub, Hausbrand- und Industriebriketts auch Wirbelschichtbraunkohle und Aktivkoks als Filtermaterial für den Umweltbereich hergestellt.

Nicht nur die anhaltende Kälte hat zu den gesteigerten Absätzen im Bereich Privathaushalte geführt. Ein großer Teil ist sicher auch auf die neuen Vertriebswege zurück zu führen, die RWE eingeschlagen hat. Konnte man Briketts früher nur im örtlichen Brennstoffhandel beziehen, findet man diese heute auch in Supermärkten, Discountern, Tankstellen und im Versandhandel.

Nicht nur die Brennstoffe verkaufen sich zurzeit gut, auch die Festbrennstoffgeräten wie Kamin- oder Kachelöfen verzeichnen einen Aufschwung: 14,8 Millionen dieser Geräte sind deutschlandweit im Gebrauch, jeder dritte Haushalt besitz einen Kachelofen oder sonstige Geräte zur Nutzung von festen Brennstoffen.






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