Jahreswirtschaftsbericht 2009

  1. 26.01.2009 13:44
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Der Bundesverband Deutscher Banken hat sich zum Jahreswirtschaftsbericht 2009 der Bundesregierung geäußert. Prof. Dr. Manfred Weber vom Bankenverband: "Die vorliegende Projektion der Wirtschaftsentwicklung für das Jahr 2009 ist eine verantwortungsbewusste Abwägung der sich aus der gegenwärtigen Entwicklung der Weltwirtschaft ergebenden Chancen und Risiken. Angesichts des entschlossenen Handelns der Bundesregierung und auch der Regierungen anderer Länder, die von der Rezession betroffenen sind, ist kein Raum für Schwarzmalerei."

Weber bescheinigte der Bundesregierung eine angemessene Reaktion auf die schwierige wirtschaftliche Lage in Form von guten Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und sagte, die Politik hätte einen wichtigen Beitrag zur Erholung der Konjunktur geleistet. Er begrüßte Pläne der Bundesregierung, die Verschuldung zukünftig an strikte Vorgaben zu knüpfen. "Damit werden die Belastungen nicht alleine künftigen Generationen aufgebürdet. Deshalb darf auch der europäische Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht außer Kraft gesetzt werden", so Weber weiter.

Das klare Bekenntnis der Regierung für offene Märkte und gegen protektionistische Maßnahmen scheint dem Bankenverband besonders wichtig: "Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist Deutschland gut beraten, die internationale Einbindung in die Weltwirtschaft nicht zu relativieren. Wenn die Bundesregierung an einem erfolgreichen Abschluss der Doha-Runde festhält und die Bedeutung bilateraler Wirtschaftsabkommen betont, ist das ein gutes Zeichen."

Die von deutscher Seite vorangetriebene internationale Zusammenarbeit in der Finanzmarktpolitik sieht Weber als richtigen Weg: "Es ist nur zu unterstützen, wenn die Bundesregierung zu dem Schluss kommt, dass das bisherige europäische Modell der reinen Kooperation zwischen den Aufsichtsbehörden um eine noch engere Abstimmung bis hin zur Installation eines Frühwarnmechanismus ergänzt werden muss. Die Ereignisse der vergangenen Monate haben gezeigt, dass nationale Alleingänge eher schaden, als das nun notwendige Vertrauen herzustellen."





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