Höchster Tarifanstieg seit 1996

  1. 05.02.2009 14:55
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Die tariflichen Monatsgehälter der Angestellten in Deutschland sind im Jahresschnitt 2008 um 3,1% gestiegen, die tariflichen Stundenlöhne der Arbeiter um 3%. Beides zählt zu den höchsten Zuwächsen seit 1996.

Die positive Entwicklung der Löhne ist größtenteils auf die hohen Tarifabschlüsse im ersten Halbjahr 2008 zurückzuführen. Es gab Lohnerhöhungen im Öffentlichen Dienst, in der Chemischen Industrie, in der Energieversorgung und in der Entsorgungswirtschaft. Weiterhin kam es im Öffentlichen Dienst zu Lohnanpassungen, um die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland auszugleichen, was zu deutlichen Tariferhöhungen führte.

Die tariflichen Monatsgehälter stiegen insgesamt im Januar 2008 um 3,3% und im April 2008 um 3,5% gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. Auch im zweiten Halbjahr gab es Tarifabschlüsse über 3%, diese hatten jedoch auf Grund regionaler Begrenzungen nur geringe Auswirkungen auf die Statistik.

Die höchsten Zuwächse waren in den Wirtschaftszweigen Gebietskörperschaften (+ 6,0%), Wasserversorgung (+ 5,6%) und Chemische Industrie (+ 4,6%) zu verzeichnen, hier waren die deutlichsten Lohnerhöhungen zu finden. Die durchschnittliche Tarifverdienstentwicklung aller erfassten Wirtschaftszweige wird dem Tarifindex zugrunde gelegt. So fließen auch Bereiche ein, die nur geringe Tariferhöhungen hatten, wie zum Beispiel der Einzelhandel mit nur 1,1% Zuwachs.

Die Ergebnisse im Detail können unter www.destatis eingesehen werden: Fachserie 16, Reihe 4.3, sowie die dazugehörende "Lange Reihe".





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