Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di rief zur dritten Runde der Tarifverhandlungen für die etwa 83.000 betroffenen Mitarbeiter der Deutschen Telekom inklusive der drei T-Service-Gesellschaften für den 11. Februar 2009 rund 500 Telekom-Beschäftigte aus Frankfurt/Main und Umgebung zu Warnstreiks auf. Ziel war es, ein "faires und schnelles Angebot" einzufordern.
ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder bemerkte, dem Unternehmen gehe es wirtschaftlich ausgezeichnet und fügte hinzu: "Fair ist es, die Beschäftigten daran teilhaben zu lassen. Die Finanzkrise darf nicht auch noch als Instrument für Lohndumping missbraucht werden. Die Beschäftigten brauchen echte Kaufkraftzuwächse anstatt Mogelpackungen, die von Tarifabsenkungen aufgezehrt werden. Dieser erste Warnstreik soll eine Warnung für den Telekom-Vorstand sein. Die Zeit läuft dem Konzern allmählich davon."
Schröder betonte, dass in den nächsten Tagen weitere Streiks folgen werden, sollte kein vernünftiges Angebot vorgelegt werden. Am 10. Und 11.02.2009 fand in Frankfurt die dritte Verhandlungsrunde statt, in der ver.di eine Gehaltserhöhung von 8,5% bei einer Laufzeit von 12 Monaten forderte. Um die niedrigeren Gehaltsgruppen mit einzubeziehen, sollen die Löhne um mindestens 220 Euro pro Monat angehoben werden. Der Zuschlag soll auch für Beamte gelten. In der zweiten Verhandlungsrunde, die Ende Januar stattfand, hatte die Telekom ein Angebot vorgelegt, welches ver.di als Zumutung und Mogelpackung bezeichnete