ADAC: Abwrackprämie nicht begrenzen

  1. 12.03.2009 09:42
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Der ADAC hält die Begrenzung der Abwrackprämie auf 1,5 Milliarden Euro für falsch. Dies würde nur zu Unsicherheit führen. Schon gut einen Monat nach Einführung des Umweltprämien-Förderprogrammes war ein Viertel der bereitgestellten Fördergelder aufgebraucht. Wenn der Ansturm auf die Autohäuser weiter anhält, wird der Fördertopf bis April leer sein. Reicht ein Autokäufer dann seinen Antrag beim BAFA ein, nachdem die Fördergelder ausgeschöpft sind, geht er leer aus. Das kann bei vielen Menschen zu Finanzierungsproblemen führen und verunsichert potenzielle Autokäufer.

ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker: "Diese Unsicherheit untergräbt den Sinn und Zweck der Prämie, die doch gerade einen Impuls für die Autokonjunktur geben soll. Sehr viele potenzielle Autofahrer werden ihre Kaufabsicht aufgeben, wenn die Förderung nicht sichergestellt ist. Weniger zögerliche Antragsteller werden in die Prämienfalle laufen, weil für sie kein Geld mehr im Topf ist. Es darf nicht sein, dass Verbraucher, die mithelfen, die Konjunktur zu beleben, unverschuldet ein Finanzierungsproblem bekommen. Das wäre in höchstem Maße ungerecht."

Die Bundesregierung sollte nach Auffassung des ADAC auch in eigenem Interesse auf eine Deckelung der Fördersumme verzichten, denn der Staat verdient mit jedem verkauften Auto über die Mehrwertsteuer mit. Die tatsächliche finanzielle Belastung fällt damit für die Regierung wesentlich niedriger aus. Becker weiter: "Mit dem Deckel schneidet sich die Regierung nur ins eigene Fleisch. Es ist zu fürchten, dass der Autoabsatz zum Erliegen kommt, wenn sich die Zahl der Anträge der Marke von 600 000 annähert - das kann die Regierung nicht wollen."