Im Januar 2009 haben bundesweit gut 10.000 Unternehmen für 290.000 Mitarbeiter Anmeldungen zur Kurzarbeit eingereicht. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Bundesagentur für Arbeit hervor. Im Februar wuchs die Zahl der Unternehmen auf knapp 17.000 mit Anmeldungen für rund 700.000 Beschäftigte.
Das Instrument der Kurzarbeit und der erleichterte Zugang sowie die finanziellen Verbesserungen werden von den Unternehmen gut angenommen. Trotz Auftragsrückgängen können so die Stammbelegschaften vor Entlassung und Arbeitslosigkeit geschützt werden.
Zwischen Oktober 2008 und Februar 2009 beliefen sich die Anträge auf Kurzarbeit auf insgesamt 1,5 Millionen, wobei besonders Bayern, Niedersachsen, Bremen und das Saarland davon Gebrauch machten.
Allerdings sagt allein die Zahl der Anmeldungen, die bei der Bundesagentur für Arbeit eingehen, noch nichts darüber aus, wie viele Unternehmen und Arbeitnehmer tatsächlich vom Arbeitsmarktinstrument Kurzarbeit Gebrauch machen. Erst im Mai werden konkrete Ergebnisse für das erste Quartal 2009 vorliegen.
2000.000 Kurzarbeiter im Dezember
Auf Grund der Konjunkturkrise gab es im Dezember 200.000 Kurzarbeiter. Die Bundesagentur für Arbeit und die Regierung werten die Nutzung der Kurzarbeit als positives Signal, da viele Arbeitgeber es anscheinend einer Entlassung vorziehen. Kurzarbeit ist ein Instrument, dass beiden Seiten hilft: Es belastet den Bundeshaushalt weitaus weniger als es die Arbeitslosigkeit tut, und Betriebe müssen ihre eingearbeiteten Mitarbeiter nicht gehen lassen, so eine Sprecherin der Agentur für Arbeit.