Bankenverband: Trotz Krisenjahr 2008 Zuwachs bei Privatbanken

  1. 17.03.2009 07:40
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Eine vor kurzem veröffentlichte Statistik der Bundesbank zeigt, dass im Jahr 2008 ein Anstieg der Einlagen bei allen Kreditinstitutsgruppen zu verzeichnen war. Die privaten Banken (Großbanken, Regionalbanken, Privatbankiers sowie die Zweigstellen ausländischer Banken) erzielten hierbei mit 103,5 Milliarden Euro bzw. 11,4% den stärksten Zuwachs auf insgesamt 1.015,6 Milliarden Euro.

Die Sparkassen und Landesbanken verzeichneten im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 6,9% auf 1.125,9 Milliarden Euro, während die Einlagen bei den Genossenschaftsbanken um 6% auf 509 Milliarden Euro stiegen. Die privaten Banken haben also im schwierigen Bankenjahr 2008 noch Zuwächse bei Einlagen von Unternehmen und Privatpersonen verzeichnen können.

Prof. Dr. Manfred Weber vom Bankenverband: "Auch wenn im Gefolge der Finanzmarktkrise von Bankenseite einiges aufgearbeitet und Vertrauen zurückgewonnen werden muss: Die Kunden setzen nach wie vor auf die Leistungsfähigkeit der privaten Banken." Vor allem im letzten Quartal 2008 waren deutliche Steigerungen bei den Einlagen zu verzeichnen. Vermutlich wurden nach dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 und der sich anschließenden Zuspitzung der Finanzmarktkrise zunehmend Wertpapieranlagen in Sicht- und Termineinlagen umgeschichtet.

Insgesamt hat sich der Anteil der bei Privatbanken gehaltenen Einlagen 2008 von 31,8% auf 33,1% gesteigert. Nahezu unverändert blieben die Anteile der Genossenschaftsbanken mit 16,6% sowie der Sparkassen und Landesbanken mit 36,7%. Die restlichen Anteile entfallen auf Realkreditinstitute, Bausparkassen und Banken mit Sonderaufgaben.






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