Über 4% Zinsen auf Tagesgeld sind auch in Zeiten der Finanzkrise möglich: Spitzenreiter der überregionalen Banken, die an die deutsche Einlagensicherung angeschlossen sind, ist wieder einmal die Santander Direkt Bank. Auch wenn man durch die vielen Sicherungssysteme deutscher Banken davon ausgeht, dass eine Anlage dort sicher und gut aufgehoben ist, ist bei deutschen Zinsschnäppchen trotzdem Vorsicht angesagt. Einige vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Lockangebote. Daher ist es unbedingt notwendig, alle Angebote eingehend zu prüfen, um nicht auf verschachtelte Nebenbedingungen hereinzufallen. Verpflichtet man sich etwa zu einer Depoteröffnung weil man das Kleingedruckte nicht gelesen hat, wird die verlockende Anlage schnell zum Minusgeschäft.
Auch wenn ausländische Banken oft Renditen von bis zu attraktiven 5% bieten, ist hier Vorsicht geboten. Die Stiftung Warentest kommt in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest zu der Empfehlung, maximal 20.000 Euro bei ausländischen Banken anzulegen. Anbieter wie Credit Europe Bank und NIBC Direct mit Sitz in den Niederlanden locken mit lukrativen 4,8% Zinsen fürs Tagesgeld. Einige niederländische und österreichische Kreditinstitute bieten gar Renditen von 5% und mehr für Einmalanlagen mit einer Laufzeit von einem Jahr und liegen damit weit über dem Höchstzins der Ziraat Bank.
Wie immer ist der ausführliche Bericht in der Zeitschrift Finanztest nachzulesen, entweder online unter www.test.de oder in der April-Ausgabe beim Zeitschriftenhändler.