Auslandsreise-Krankenversicherung: Sicherheit schon für 6 Euro im Jahr

  1. 19.03.2009 11:53
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Wer ins Ausland verreist sollte dies nicht tun, ohne eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Für nur wenig Geld kann man sich gegen etwaige finanzielle Katastrophen absichern und seinen Urlaub ohne Sorgen genießen. Die Stiftung Warentest hat in der Aprilausgabe der Zeitschrift FinanzTEST mehrere Auslandsreise-Krankenversicherer unter die Lupe genommen und dabei günstige, sehr gute Angebote herausgefiltert.

Für nur 6 Euro ist man zum Beispiel bei der Debeka ein ganzes Jahr lang "sehr gut" geschützt, bei der Huk-Coburg für 8 Euro. Letztere übernimmt auch Krankenrücktransporte ohne Einschränkungen, sofern diese vertretbar und sinnvoll sind. 9 der 38 untersuchten Tarife wurden als "sehr gut" eingestuft, 18 Auslandsreise-Krankenversicherungstarife erhielten ein "gut".

Um die Urlaubsreise unbeschwert genießen zu können, ist ein Krankenschutz für Auslandsreisen unverzichtbar. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in vielen Ländern außerhalb Europas keine Behandlungskosten und auch innerhalb Europa wird bei weitem nicht alles gezahlt. Grundsätzlich übernimmt keine Krankenkasse, weder gesetzlich noch privat, die Kosten für einen Rücktransport. Die Stiftung Warentest war dieses Jahr bei der Punktevergabe in Sachen Krankenrücktransport strenger als in den Vorjahren. Es gab ausschließlich bei uneingeschränkter Kostenübernahme die volle Punktzahl.

Verreisen Urlauber schon seit Jahren mit der gleichen Police, sollten sie ihren Versicherer bitten, den Vertrag umzustellen. Auch wenn viele Versicherer die Anforderungen nachgebessert haben heißt das nicht, dass diese automatisch auch für alte Verträge gelten. Wird der Anbieter gewechselt, muss eine meist 3-monatige Kündigungsfrist beachtet werden.

Urlauber sollten sich nach Auffassung der Prüfer nicht auf die Unterstützung der Notrufdienste, die im Auftrag der Krankenversicherung bei der Suche nach geeigneter ärztlicher Versorgung am Urlaubsort helfen sollen, verlassen. Denn diese "Unterstützung" war teilweise katastrophal. Lediglich 3 von 10 Notdiensten waren in der Lage, bei einem Anruf von den Azoren die nächstgelegenen Gesundheitszentren zu nennen. Größtenteils wussten die gestressten Mitarbeiter keine Antwort oder gaben absurde Ratschläge. So wurde der Test-Anrufer in die weit entfernte Hauptstadt geschickt und der ADAC schoss den Vogel ab, in dem der Mitarbeiter zu einem Arzt auf dem 1.500 km entfernten Festland riet. Fazit der Tester: Anstatt sich auf fragwürdige Ratschläge zu verlassen, schon vor der Abreise wichtige Nummern notieren und Krankenhäuser und Ärzte in der Nähe ausfindig machen.





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