ver.di fordert "krisenfeste Organisation von Ausbildungsplätzen"

  1. 04.04.2009 16:43
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Der Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Frank Bsirske hat angesichts der dramatischen Arbeitsmarktentwicklung eine "krisenfeste Organisation von Ausbildungsplätzen" gefordert. Bsirske: "Wenn die Wirtschaft jetzt noch weniger ausbildet, verlieren wir eine ganze Generation. Eine Verlängerung der Altersteilzeitförderung als Beschäftigungsbrücke zwischen den Generationen wäre ein wichtiger Hebel zur Schaffung von Ausbildungsplätzen."

Die arbeitsmarktpolitische Maßnahme, Altersteilzeit zu fördern, sofern der frei gewordene Arbeitsplatz durch einen Auszubildenden ersetzt wird, soll am Jahresende auslaufen. Bsirske appelliert an die Regierung, den Widerstand gegen das Modell der Altersteilzeit aufzugeben vor dem Hintergrund, dass schon jetzt 2/3 aller Auszubildenden keinen Übernahmevertrag bekommen, und das gilt übergreifend für alle Branchen: Die Strom- und Wasserwirtschaft, Energieunternehmen, das produzierende sowie das Dienstleistungsgewerbe. 1,5 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren haben zur Zeit keinen Berufsabschluss, fast 2/3 dieser Menschen sind von unsicheren Arbeits- und Einkommensbedingungen betroffen. "Vor dem Hintergrund des Anstiegs der Arbeitslosigkeit ist ein Auslaufen der geförderten Altersteilzeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertretbar", so der Gewerkschaftschef.

Deutschland droht aufgrund des demografischen Wandels ein massiver Fachkräftemangel, wogegen ver.di das "Grundrecht auf Ausbildung" stellen will. Eine Umlagefinanzierung wird gefordert, um kleine und mittlere Unternehmen gezielt in ihrem Ausbildungsengagement zu unterstützen. Um diese Umlagefinanzierung zu ermöglichen, sollen alle Unternehmen in einen Fonds einbezahlen, aus dem solche Betriebe finanzielle Unterstützung erhalten, die ausbilden. "Wir brauchen endlich gesetzliche Regelungen statt leerer Versprechen von Seiten der Wirtschaft", so Bsirske.







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