Betriebskostenspiegel: 2008 teurer als 2007

  1. 08.04.2009 14:32
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Der aktuelle Mietkostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund gerade erst vorgelegt hat, zeigt auf, dass Mieter in Deutschland durchschnittlich 2,14 Euro pro Quadratmeter an Nebenkosten zahlen. Zählt man alle denkbaren Betriebskosten mit ein, kann die "zweite Miete" schon 2,78 Euro pro Quadratmeter und Monat ausmachen. Der aktuelle Mietkostenspiegel wurde auf Grund der Daten des Jahres 2007 berechnet. So waren für eine Wohnung von 80 Quadratmetern im Jahr 2007 Nebenkosten in Höhe von 2.668,80 zu zahlen.

Gegenüber dem Abrechnungsjahr 2006 sind die Betriebskosten um 1,5% gefallen, was hauptsächlich an den gesunkenen Preisen für Heizung und Warmwasser liegt. Diese sind um 7,5% gesunken. Entfielen 2006 noch 1,07 Euro pro Quadratmeter und Monat auf Warmwasser und Heizung, so waren es im Jahr 2007 nur noch 0,99 Euro. Dabei lagen die mit Gas beheizten Wohnungen am günstigsten: Hier entfielen nur 0,74 Euro pro Quadratmeter und Monat auf die Heizung. Etwas teurer waren Ölheizungen mit 0,78 Euro und Fernwärme mit 0,84 Euro.

Die stabilen Energiepreise im Jahr 2007 haben für niedrige Heizkosten gesorgt, teilweise gab es gar Preisrückgänge und spürbar zurückgegangene Verbräuche, wie etwa beim Heizöl. Hierfür verantwortlich waren zum Teil der milde Winter, aber auch vor allem energetische Modernisierungen und ein effizienteres Heizverhalten.

Die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2008 wird sicher nicht so günstig ausfallen wie das Vorjahr, denn der Winter war wesentlich kälter und die Energiepreise explodierten: Öl verteuerte sich um rund 30%, Gas um 10%. Die Nebenkostenabrechnungen, die den Mietern in diesen Wochen ins Haus flattern werden, werden also um 20 bis 30% höher ausfallen als im Jahr zuvor. Nachzahlungen sind in einer Vielzahl der Fälle zu erwarten.

In der Sparte der kalten Betriebskosten gab es praktisch keine Steigerungen. Die Kosten für Aufzüge fallen sogar geringer aus als 2007, worin sich ein gesteigertes Kostenbewusstsein bemerkbar macht. Die meisten der kalten Betriebskosten sind nicht oder nur geringfügig gestiegen. So war beim Wasser ein Plus von 1% zu verzeichnen, beim Abwasser ein Plus von 1,1% und beim Müll ein Plus von 1,2%. Der Strom stieg um 6,9%, was allerdings bei der Betriebskostenberechnung nicht groß ins Gewicht fällt, da hier nur die allgemeine Beleuchtung von Treppenhaus, Eingangstür, Parkplatz etc. berechnet wird.

In Sachen Betriebskosten nähern sich Ost- und Westdeutschland immer mehr an. Bei Heizung und Warmwasser sind die Werte mit 1,01 Euro bzw. 0,98 Euro nahezu identisch, und auch bei den kalten Betriebskosten ist das Niveau nahezu gleich. Hier sind die stärksten Unterschiede bei der unterschiedlichen Grundbesteuerung und den Kosten der Müllbeseitigung zu sehen. Auch gibt es Unterschiede bei stark personenbezogenen Werten wie Gebäudereinigung, Hauswart oder Gartenpflege, jedoch gleichen sich auch hier Ost- und Westdeutschland an.





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Tipp: Energieausweis vor dem Einzug prüfen