Die so genannte "De-Mail" soll die E-Mail-Kommunikation sicherer und verbindlicher machen. Vor der morgigen Entscheidung des Bundesrates regt sich jedoch in einigen Ländern Widerstand.
BITKOM setzt sich massiv für die Einführung der De-Mail ein. Dieser neue Dienst soll ein zuverlässiges Verfahren für die elektronische Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden bieten. So bietet De-Mail unter anderem eine beweiskräftige Versand- und Zustellbestätigung per elektronischem Einschreibeverfahren, was vor allem bei Frist- und Terminsachen hilfreich ist.
"Die De-Mail muss im Bundesrat eine Mehrheit finden. Die De-Mail wird E-Government ein großes Stück nach vorne bringen", so BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Viele persönliche Besuche im Amt werden so in Zukunft überflüssig, da vieles per De-Mail erledigt werden kann. Auch Porto für Briefsendungen kann man sich sparen. Nach Berechnung des Bundesinnenministeriums können allein durch wegfallende Porto-, Druck- und Verpackungskosten pro Jahr Kosten von bis zu 1,4 Milliarden Euro vermieden werden.
Scheer weiter: "Die De-Mail spart Zeit und Geld. Die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden, Wirtschaft und öffentlicher Hand aber auch zwischen Wirtschaft und Bürgern wird durch die De-Mail verbessert", so Scheer. Es gibt aus Sicht von BITKOM kein stichhaltiges Argument gegen die De-Mail.
Das System gilt laut BITKOM als sicher. De-Mail kann ausschließlich von Providern betrieben werden, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zertifiziert und akkreditiert wurden. Die Sicherheit der eingesetzten Produkte sowie die Zuverlässigkeit der Organisation und der Prozesse bei den Providern werden ständig überprüft. "Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik prüft nach weltweit anerkannten Sicherheitsstandards und hat einen hervorragenden Ruf", so Scheer. "Wir haben volles Vertrauen in die Sicherheit der De-Mail."