Vodafone und Arcor haben in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Kinderpornografie ergriffen. Hierzu wurde am 17. April von beiden Internetprovidern eine Vereinbarung mit dem BKA unterzeichnet.
Die Internetprovider Vodafone und Arcor werden in Zukunft den Zugang zu Seiten mit kinderpornografischem Inhalt schwer bis unmöglich machen. Das BKA stellt den Providern hierzu eine täglich aktualisierte Liste mit Seiten, die einen eindeutig kinderpornografischen Hintergrund haben, zur Verfügung. Diese Internetseiten werden Vodafone und Arcor in ihren Netzen sperren und somit den Nutzen den Zugang verweigern.
Thomas Ellerbeck von Vodafone und Arcor: "Der Zugang zu Kinderpornographie im Internet muss entschlossen und konsequent erschwert werden. Ein erster wichtiger Schritt wird heute durch gemeinsames Handeln von Politik und Wirtschaft erreicht. Eine Allianz gegen die Verbreitung von Kinderpornographie ist auch eine Allianz für die Werte unserer Gesellschaft."
Vodafone setzt damit den zentralen Bestandteil der Mobile Alliance Against Child Sexual Abuse des Mobilfunk-Weltverbands GSMA um, in der sich die großen europäischen Mobilfunkprovider 2008 bereit erklärt hatten, die Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet zu unterstützen. Vodafone und seine Festnetzgesellschaft Arcor haben die Initiative gegen Kinderpornografie von Anfang an unterstützt. Das Unternehmen hat sich mit technischer und rechtlicher Expertise eingebracht und sich von Beginn an an allen Maßnahmen beteiligt. "Vom ersten Spitzengespräch bis zur Unterzeichnung sind gerade drei Monate vergangen. Bei dieser gesellschaftlich wichtigen Aufgabe haben Politik und Wirtschaft gemeinsam, schnell und konstruktiv Handlungsfähigkeit bewiesen." so Ellerbeck.
Die Initiative richtet sich ausschließlich gegen Seiten mit kinderpornografischen Inhalten. Bei versuchtem Zugriff auf eine solche gesperrte Seite erscheint in Zukunft eine "Stopp-Seite", auf der die Sperrung begründet wird. Auf dieser Seite ist eine Kontaktmöglichkeit zum BKA angegeben für den Fall, dass eine Seite versehentlich gesperrt wurde. Personenbezogene Daten werden nicht übermittelt.