Konjunkturbericht April 2009 zeigt erste Hoffnungsschimmer

  1. 22.04.2009 10:11
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Der Konjunkturbericht für April 2009 zeigt einen bis zuletzt unveränderten Wirtschaftsabschwung in Deutschland. Auch im Februar war ein Rückgang der Industrieproduktion und der Auftragseingänge zu verzeichnen. Es ist absehbar, dass in den nächsten Monaten Kapazitätsanpassungen durchgeführt werden müssen, sollte sich die Nachfrage nicht bald spürbar erhöhen.

Die Arbeitslosenzahl ist in den letzten 5 Monaten saisonbereinigt um knapp 250.000 Personen gestiegen, womit Deutschland zum Jahresende bei saisonbereinigten 4 Millionen Arbeitslosen angelangt sein wird, sofern sich die Auftragslage sich nicht kurzfristig massiv bessert.

Es gibt weltwirtschaftlich gesehen einige Stimmungsindikatoren, die auf vorsichtige Hoffnungsschimmer schließen lassen könnten. So ist an den Finanzmärkten tendenziell wieder etwas mehr Risikobereitschaft zu sehen und der Preisverfall bei den Rohstoffen scheint auszulaufen. Trotz Hoffnung spendender Signale raten Experten jedoch zur Vorsicht.

Die wichtigsten Notenbanken haben auf die sinkenden Inflationsraten und die tiefe wirtschaftliche Krise mit massiven Zinssenkungen reagiert. Eine Inflationsgefahr ist auf kurze Sicht gesehen eher gering. Es liegt an den Banken, bei einer Erholung der Wirtschaft die monetäre Basis rechtzeitig einzuschränken. Im Moment können Experten im Euro-Raum weder übermäßige Inflations- noch Deflationsrisiken erkennen. Die Europäische Zentralbank rechnet für 2010 mit einer Inflationsrate von 1%.

Die Tatsache, dass die amerikanische Notenbank angekündigt hat, US-Staatsanleihen aufzukaufen und dies dann auch in die Tat umgesetzt hat, führte nicht nur am Devisenmarkt zu Kursverlusten. Es hat auch Zweifel an der Rolle des US-Dollar als Weltleitwährung ausgelöst. Um in der Debatte um angemessene Wechselkurze zu einer Lösung zu kommen, muss die grundlegende Gestaltung der Wechselkurspolitik diskutiert werden.





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