Am 10. Mai ist Muttertag. Traditionell der Tag, an dem Blumenverkäufer in ganz Deutschland die meisten Umsätze erzielen. Inzwischen bekommt der Blumenhändler um die Ecke allerdings starke Konkurrenz: Die Internet wird immer häufiger genutzt, um unkompliziert Blumen zu verschicken. Einer aktuellen Studie zufolge haben bereits mehr als 3 Millionen Deutsche mindestens ein Mal im Internet Blumen bestellt und verschicken lassen, der Trend hält weiterhin an. Die Untersuchung wurde vom BITKOM durchgeführt und soll belegen, dass Internet-Shopping längst nicht nur für Elektronik-Einkäufe und Downloads genutzt wird. Schätzungen der Agrarwirtschaft zufolge wird bereits jeder zehnte Blumenstrauß über das Internet verkauft
Im vergangenen Jahr lag der Gesamtumsatz für Schnittblumen bei 3,2 Milliarden Euro, teilte die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) mit. Damit gibt jeder Deutsche jährlich rund 39 Euro für Blumen aus Laut BITKOM liegt der Online-Umsatz mit Schnittblumen bei mehr als 300 Millionen Euro.
Hinsichtlich der großen Nachfrage am Muttertag nehmen zahlreiche Anbieter bereits am Samstagmorgen Bestellungen für Sträuße entgegen. Die Auslieferung erfolgt in der Regel über regionale Händler, der Aufpreis dafür beträgt meist nur wenige Euro. Entscheidet man sich für einen Anbieter, der seine Blumen mit der Post ausliefern lässt, sollte die Bestellung spätestens am Freitagabend erfolgen. Einen Nachteil hat der Kauf von Schnittblumen im Internet: Im Gegensatz zu anderen Waren wie Kleidungsstücken oder Elektrogeräten, gilt für sie nicht das im Internet übliche zweiwöchige Widerrufsrecht. Als Kundenservice erstatten jedoch einige Shops den Kaufpreis, wenn der Kunde mit dem Blumenstrauß nicht zufrieden ist. Ein Vergleich der Lieferbedingungen kann also nicht schaden.