Die BHW-Bausparkasse hat einige Tipps zusammengestellt, worauf bei der Modernisierung von Wohnraum zu achten ist. Nach dem Inkrafttreten des Wohneigentümergesetzes 2007 ist es wesentlich einfacher geworden Modernisierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen, was sich in einer ersten Modernisierungswelle in Deutschland zeigt.
Tipp Nr. 1: Fördermaßnahmen
Je nach Alter und Zustand der Wohnung ist es sinnvoll, sich nach Förderungen zu erkundigen. Diese können in Form von Zuschüssen oder zinslosen bzw. zinsgünstigen Krediten erfolgen. Anlaufstellen hierfür sind unter anderem das Bundeswirtschaftsministerium (BAFA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Tipp Nr. 2: Energie-Check durch einen Fachmann
Ein Experte sollte den Gesamtzustand des Hauses sowie der in Frage kommenden Wohnung überprüfen, und dann einen Plan mit notwendigen oder empfehlenswerten Modernisierungsmaßnehmen erstellen. Kontaktdaten von Beratern findet man auf der Homepage des Bundeswirtschafsministeriums und bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Es ist hilfreich, wenn dem Experten Unterlagen vorgelegt werden können, die Aussagen über das Energieprofil der Wohnung liefern, wie z. B. die Schornsteinfegerprotokolle, Informationen über bereits durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen und die Stromkostenabrechnungen.
Tipp Nr. 3: Kostenvoranschläge einholen
Bei geplanten Modernisierungsmaßnahmen kann man viel Geld sparen, indem man Kosten vergleicht. Man sollte mindestens 3 Kostenvoranschläge verschiedener Handwerker einholen, bevor man den Auftrag vergibt.
Tipp Nr. 4: Erfahrungsaustausch
Sind in der Nachbarschaft, im Bekannten- oder Freundeskreis Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt worden, sollte man sich nach den gemachten Erfahrungen erkundigen. Eventuell kann man dort die eine oder andere Empfehlung bekommen und sich Tipps holen.
Tipp Nr. 5: Präsentation des Ergebnisses
Bevor die Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, sollten auf einer Sonder-Eigentümerversammlung die gesammelten Informationen sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse vorgestellt werden. Geplante Arbeiten laufen reibungsloser, wenn alle Eigentümer hinter der Entscheidung stehen. Sollten noch Zweifler unter den Eigentümern sein, mag es helfen, den Energieberater zu der Versammlung einzuladen, damit dieser die positiven Aspekte hervorheben kann.
Tipp Nr. 6: Finanzierung
Beim Bundeswirtschaftsministerium und der Kreditanstalt für Wiederaufbau gibt es viele Tipps zur Finanzierung sowie eine Fülle von Fördermitteln. Will man einen Kredit aufnehmen, sollte man sich bei verschiedenen Kreditinstituten und Banken Kreditangebote einholen und vergleichen. Handelt es sich um mehrere Eigentümer kann im Rahmen der Eigentümergemeinschaft die Instandhaltungsrücklage für Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden. Darüber hinaus gehende Kosten müssen von den Eigentümern anteilig gezahlt werden.