Hauseigentümer können dank der neuen Riester-Förderung fürs Eigenheim mehrere zehntausend Euro Zulagen und Steuervorteile abräumen. Finanztest hat für seine Juni-Ausgabe Wohn-Riester-Kredite unter die Lupe genommen und dabei herausgefunden, dass die besten Angebote von den Bausparkassen kommen.
Einen Beispiel-Kredit mit einer Gesamtsumme von 160.000 Euro und einer Laufzeit von etwa 20 Jahren hatte die günstigste Bausparkasse mit einem effektiven Jahreszins von 4,26% im Angebot. Bei anderen Kreditinstituten war ein solcher Baukredit unter 4,75% Effektivzins nicht zu haben.
Riester-Darlehen: niedrigen Zinsen, hohen staatlichen Förderung
Riester-Darlehen sind auf Grund der niedrigen Zinsen und der hohen staatlichen Förderung die ideale Finanzierung für den Kauf oder den Bau eines Eigenheims. Aber es ist bei der Auswahl Vorsicht geboten, denn nicht alle Angebote sind wirklich günstig. Die meisten Riester-Darlehen der Banken und Vermittler im Test erwiesen sich als teurer als es ein durchschnittlicher Bankkredit ohne staatliche Förderung wäre.
Die günstigsten Angebote in Form von Kombikrediten (Kombination aus Bausparvertrag und tilgungsfreiem Darlehen) kamen von den Bausparkassen Schwäbisch Hall, LBS Baden-Württemberg, LBS Bayern und LBS West. Die effektiven Jahreszinsen lagen hier zwischen 4,26 und 5,04% für Kredite mit etwa 20 Jahren Laufzeit. Vergleichbare Riester-Darlehen mit direkter Tilgung wiesen Zinsen zwischen 4,75 und 5,53% auf.
Bausparkassen sind oft weniger flexibel
Die günstigen Angebote der Bausparkassen sind jedoch nur für Bauherren oder Immobilienkäufer zu haben, die über ausreichend Eigenkapital verfügen und mindestens 20% des Kaufpreises und der Nebenkosten aus eigenen Mitteln finanzieren können. Wer nicht über so viel Eigenkapital verfügt, kann zum Beispiel bei der Dresdner Bank oder der Allianz ein Riester-Darlehen gegen Zinsaufschlag bis zum vollen Kaufpreis bekommen. Flexiblere Rückzahlungsmöglichkeiten sind bei Banken gegeben – Bausparkassen sind oft weniger flexibel in der Darlehensrückzahlung.
Den kompletten Test gibt es in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest zu lesen, oder im Internet unter www.test.de.