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Die Zeitschrift Finanztest hat für ihre Juni-Ausgabe Testpersonen nach Indonesien und in die Schweiz geschickt, die an vorgegebenen Tagen Bargeld am Automaten ziehen sollten. Im Einsatz waren 12 Kreditkarten, 6 Bankkarten und die Postbank-Sparkcard um zu ermitteln welche Kosten die Banken berechnen, welche Karte das heimische Konto am wenigsten mit Gebühren belastet und welche Umrechnungskurse in Rechnung gestellt wurden.
Die Tester haben herausgefunden, dass das Abheben von Bargeld am Urlausbort ein teurer Spaß werden kann, wenn man die falsche Karte verwendet. In Indonesien kostete es die Tester über 6 Euro, um umgerechnet 33 Euro Bargeld abzuheben. In der Schweiz war es nicht besser: Für 50 Schweizer Franken (33 Euro) berechneten die Santander Consumer Bank und die KarstadtQuelle Bank jeweils 6 Euro zusätzlich.
Günstiger Lichtblick war die Postbank-Sparcard: Mit ihr konnte man preiswert Bargeld abheben, leider jedoch nicht bezahlen. Auch günstig sind die Visa-Kreditkarten der DKB und der comdirect bank, die jedoch beide an ein Girokonto gekoppelt sind.
Auch auf die Abrechnung der Kartenumsätze wurde ein prüfender Blick geworfen. Die war leider bei keiner einzigen Bank einwandfrei und in vielen Fällen nicht transparent. American Express verriet in der Abrechnung nicht einmal, wo das Geld zu welchem Kurs abgehoben wurde und wie viel an Gebühren anfiel.
Im Juni-Heft der Zeitschrift finanztest gibt es nicht nur den großen Test bezüglich Bargeldabhebungen im Ausland, sondern auch einen umfangreichen Leistungsvergleich der Kreditkartenangebote. Demnach fahren Gelegenheitsnutzer mit Angeboten ihrer Hausbank meist am besten, denn in vielen Fällen ist die an das Girokonto gekoppelte Kreditkarte kostenfrei. Auch bieten einige Banken wie die Hypovereinsbank (FlexibleCard) oder KarstadtQuelle Bank (Mastercard) Kreditkarten ohne Jahrespreis an.