Estland ließ sich von der KfW Bankengruppe bei der Förderung von wohnwirtschaftlicher Energieeffizienz beraten und es wurde ein Gebäudesanierungsprogramm in Estland gestartet. Das kann auch die Chance für deutsche Unternehmen sein.
Die estnische Regierung und das estnische Förderinstitut KredEx wurden von der KfW Bankengruppe bei der Strukturierung eines umfangreichen Förderprogramms von Energieeffizienzinvestitionen im Gebäudebestand beraten. Resultat war der Beginn eines Finanzierungsprogramms zur Förderung von Energieeffizienzinvestitionen im Gebäudebestand von Estland, ausgezeichnet durch interessante Zinsen und lange Laufzeiten (für Estland ungewöhnlich Laufzeiten bis zu 20 Jahren). Auf Grundlage eines Kreditfonds wird das ganze finanziert und zwar mit rund 49 Mio. EUR, unter anderem aus EU-Fördermitteln, den sogenannten Strukturfondsmittel. Das erste Land in Europa ist Estland, das die EU-Strukturfördermittel nutzt, damit durch das zinsgünstige Darlehen das Gebäudesanierungsprogramm durchgeführt werden kann.
Der Vorstandsvorsitzende der KfW Bankengruppe, Dr. Ulrich Schröder sagte: "Die Einsparpotenziale für Energie im mittel- und osteuropäischen Wohnungsbestand insbesondere bei der Sanierung von Plattenbauten sind enorm. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Positiver Nebeneffekt der durch diese Initiative angestoßenen breitenwirksamen Finanzierungsprogramme: Sie schaffen eine zusätzliche Nachfrage bei deutschen Unternehmen, die eine weltweit führende Rolle bei Energieeffizienztechnologien einnehmen."
Bei der Konzeption und Umsetzung von Energieeffizienz-Programmen im Wohnungssektor hat die KfW Bankengruppe ein in Europa einmaliges Know-how und eine langjährige Erfahrung bei der Konzeption von sogenannten revolvierenden Fonds aus EU-Strukturfondsmitteln. Die KfW Bankengruppe rechnet damit, dass künftig weitere EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere aus Mittel- und Osteuropa Gebäudesanierungsprogramme mit Hilfe von EU-Strukturfondsmitteln ausarbeiten werden.
EU-Strukturfondsmittel als Finanzinstrumente wie beispielsweise Kreditprogramme erleichtern es den EU Mitgliedsstaaten, das überaus hohe Potenzial für Energieeinsparung und Klimaschutz im Wohnungsbestand zu heben. Schröder meinte dazu: "Wir wollen interessierte nationale Regierungen und unsere Partner, die Förderbanken weiterhin dabei unterstützen".