Online: Gesundheitsberatung im Netz oft unzureichend

  1. 04.06.2009 09:50
  2. Versicherung (allgemein)
  3. Tarifeverzeichnis

Von der Stiftung Warentest wurden insgesamt 12 Gesundheitsportale im Internet unter die Lupe genommen. Da in Deutschland jeder dritte Internetnutzer wenigstens einmal monatlich im Internet nach Informationen zu medizinischen Belangen sucht, ist hier eine Beurteilung unheimlich wichtig. Das Ergebnis ist niederschmetternd.

Nur drei der Portale erreichten ein gerade mal gutes Ergebnis. Hierbei handelt es sich um die Portale www.netdoktor.de, www.GesundheitPro.de und www.vianet.de. Bei diesen Portalen sind die Informationen am umfangreichsten und auch für Ottonormalverbraucher verständlich geschrieben. Außerdem sind die Webseiten sehr benutzerfreundlich. Am schlechtesten schnitten www.imedo.de und www.paradisi.de ab, die nur ein "Ausreichend" erhielten. Das Portal www.paradisi.de macht es dem Benutzer mangels einer Suchfunktion besonders schwer, die gewünschten Informationen zu finden.

Grundsätzlich dürfen Ärzte nicht per Ferndiagnose über das Internet behandeln, jedoch können sie über bestimmte Krankheitsbilder aufklären und Ratschläge geben. Bei ernsthaften Erkrankungen sollte jedoch immer ein Arzt persönlich konsultiert werden. In den Gesundheitsportalen wurden die fünf am häufigsten aufgerufenen Krankheitsbilder abgefragt und die dazu vorhandenen Erklärungen miteinander verglichen. Bei vielen der getesteten Portale enthielten die Informationen zu viel Werbung, medizinische Fachausdrücke wurden nicht erklärt und die Texte waren insgesamt für Laien zu schwere Kost. Überdies wurden Informationen wie zum Beispiel Gegenanzeigen und Nebenwirkungen eines empfohlenen Medikaments komplett unter den Tisch gekehrt.

Damit Patienten nicht ihre Gesundheit durch Falschinformationen gefährden, sollten sie die Artikel auf mehreren Portalen miteinander abgleichen. Ist etwas unverständlich, können Nachfragen per Mail bzw. massive Beschwerden dauerhaft für Verbesserungen sorgen.




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