2010 sollen wieder mehr Handys verkauft werden

  1. 05.06.2009 14:28
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Nachdem der Handymarkt in letzter Zeit stagnierte, rechnet der Hightech-Verband BITKOM bereits im nächsten Jahr mit einer Zunahme der Handyverkäufe. Während in diesem Jahr der Umsatz um voraussichtlich 5,2 Prozent zurückgehen wird, gab es im Vorjahr noch ein Plus von 4,4 Prozent. Die Anzahl der verkauften Geräte betrüge dann für das Jahr 2009 nur 26,3 Millionen. BITKOM ist jedoch optimistisch, dass die Verkaufszahlen im Jahr 2010 bereits wieder ansteigen. In Anlehnung an neueste Studien des Marktforschungsinstituts EITO wird der Anstieg auf 2,3 Prozent, sprich insgesamt 26,9 Handys geschätzt. Als Grund für den Anstieg sieht BITKOM vor allem den Trend, dass Handys zunehmend multifunktional ausgestattet sind. So ist das Handy schon lange nicht mehr nur zum telefonieren da, wie das iPhone der Firma Apple beweist. Nicht nur Apple ist auf dem Markt mit den sogenannten Smartphones vertreten, sondern auch andere große Hersteller wie Sony Ericsson, Samsung, Nokia und LG. BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer äußerte sich hierzu folgendermaßen: "Der Handy-Markt befindet sich im Umbruch. Der Trend geht immer stärker zu Multimedia-Geräten, die häufig über den Bildschirm gesteuert werden."

Ein weiterer Anstieg auf dem Mobilfunkmarkt ist laut Scheer dadurch zu erwarten, dass mobile Datendienste zu einer größeren Attraktivität auf dem Handymarkt beitragen. Obwohl inzwischen rund 90 Prozent aller Haushalte über mindestens ein Handy verfügen, sollen die Zahlen für Mobilfunkanträge noch immer weiter ansteigen. So ist noch in diesem Jahr mit einem Anstieg um circa 5 Prozent zu rechnen. Die Kunden bevorzugen bei ihrem Handykauf zunehmend UMTS-Geräte, weil mit diesen problemlos im Internet gesurft werden kann, der Download von Bildern, Dateien oder Musik wesentlich schneller abläuft und auch der Email-Verkehr zeitsparend abgehandelt werden kann. Dazu Scheer: "Rund ein Viertel ihres Umsatzes werden die Mobilfunkbetreiber in diesem Jahr mit mobilen Datendiensten erzielen."

Nach den Erhebungen von EITO hat aber nicht nur Deutschland in diesem Jahr mit einem Rückgang der Handyverkäufe zu kämpfen, sondern die Absatzzahlen in der gesamten EU sollen in diesem Jahr um rund 5 Prozent sinken. Dabei hat Großbritannien den größten Einbruch mit 8 Prozent zu erwarten, gefolgt von Italien mit 7,2 Prozent und Frankreich mit 4,9 Prozent weniger Absatz. Das Gesamtvolumen der verkauften Geräte in der EU soll dann 174 Millionen betragen. EITO sieht jedoch für das kommende Jahr einen positiven Trend und somit einen Anstieg des Absatzes in ganz Europa.




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