Bei der Postbank trägt die Übernahme dazu bei, die Stellung im Bereich Zahlungsverkehr weiter auszubauen und zu stärken. Im Hinblick darauf, dass der Zahlungsverkehr in Europa vereinheitlicht werden soll, verbessert dies die Lage der Postbank für zukünftige Expansionen. Die HSH Nordbank gewinnt durch den hohen technischen Stand der Postbank Pluspunkte und spart durch die Abwicklung über die Postbank Gruppe zudem auch noch Kosten.
Rechnet man die rund 430 Millionen Transaktionen der HSH Nordbank zum Gesamtvolumen der Postbank hinzu, kann man auf ein beachtliches Volumen von 8 Milliarden Transaktionen pro Jahr blicken. Hierzu der Vorstand IT/Operations der Postbank Dr. Mario Daberkow, der auch für das Transaction Banking verantwortlich ist: "Durch die systematische Industrialisierung unseres Abwicklungsgeschäftes haben wir ein Kostenniveau erreicht, das noch vor wenigen Jahren branchenweit kaum vorstellbar war. Ich freue mich, dass von diesem Vorteil jetzt erstmals auch ein Institut aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich Gebrauch macht."
Die Entscheidung für die Postbank Gruppe fiel der HSH Nordbank leicht, da die Postbank für die zuverlässige Ausführung der Transaktionen auch für andere große Banken bekannt ist. Die Abgabe des Zahlungsverkehrs an die Postbank lässt der HSH Nordbank mehr Raum und Zeit für ihre eigentlichen Stärken. Der Zahlungsverkehr soll schrittweise bis zum Ende des Jahres 2010 von dem Betriebs-Center für Banken übernommen werden. So ist geplant, dass nach Ablauf dieser Zeitspanne sowohl der inländische als auch der ausländische Zahlungsverkehr über die Postbank Tochter BCB AG laufen soll. Dr. Christian Tonnesen, Leiter Transaction Services der HSH Nordbank gibt sich optimistisch: "Wir haben somit einen spezialisierten Dienstleister gefunden, der unseren Zahlungsverkehr in der von unseren Kunden gewohnten Qualität mit höchster Zuverlässigkeit abwickeln wird."
Die Kunden der HSH Nordbank können unabhängig von der Übernahme ihre Bankgeschäfte weiterhin wie gewohnt bei ihrer Bank tätigen. Auch die Angestellten, die bisher bei der HSH für den Zahlungsverkehr zuständig sind, müssen nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten, denn sie werden bei der BCB weiter beschäftigt.