Mit günstigen Mobilfunktarifen im Urlaub viel Geld sparen

  1. 09.06.2009 10:15
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Früher drohte bei der Handy-Nutzung im Ausland oftmals eine böse Überraschung, wenn die Rechnung des Mobilfunkanbieters einging – dies hat sich in den letzten Jahren zu Gunsten der Verbraucher geändert.

Aktuelle Tipps der BITKOM, um im Urlaub Gebühren zu sparen.

Für viele ist das Handy im Urlaub unverzichtbar und gehört schon seit langem zur Grundausstattung beim Urlaubsgepäck. Über die meisten Mobilfunkanbieter kann automatisch im Ausland telefoniert werden. Verschiedenste Angebote für Auslandstarife der meisten Netzbetreiber und eine neue Regelung innerhalb der EU sorgen dafür, dass es nach dem Urlaub keine böse Überraschung bei der Rechnung gibt. Nach der neuesten Regelung dürfen Telefonate aus dem Ausland maximal 55 Cent pro Minute inklusive Mehrwertsteuer kosten – bei im Ausland eingehenden Gesprächen gilt der Maximalsatz von 26 Cent pro Gespräch. Ab 1. Juli – also kurz vor der Urlaubshochsaison - sollen die Kosten nochmals gesenkt werden. Dann ist vorgesehen, dass für im Ausland abgehende Anrufe maximal 51 Cent und für eingehende Anrufe maximal 23 Cent inklusive Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden dürfen.

Doch nicht nur die Preise für Telefonate im Ausland werden von der EU geregelt – diese greift nun auch beim SMS- und Daten-Roaming in die Kostengestaltung ein. Gemäß Beschluss des EU-Parlaments sind die Kosten für eine im Ausland versandte SMS ab dem 1. Juli mit maximal 13 Cent inklusive Mehrwertsteuer geregelt – dies ist sogar geringer als der Standard-Inlandspreis, der bei 19 Cent pro SMS liegt. In den kommenden Jahren dürfen sich die Verbraucher auf weitere Senkungen der Tarifgrenzen freuen.

Die immer weiter sinkenden Mobilfunktarife werden vom BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer kritisiert, da diese künstliche Niedrighaltung der Preise in langfristiger Sicht am Interesse der Verbraucher vorbeigehe. Dadurch würde laut BITKOM den Mobilfunkanbietern das Geld für Investitionen fehlen, das für Netzausbau und die entsprechende Qualität notwendig sein. Die neuen Preisdiktate durch die EU werden vom BITKOM-Präsident als kontraproduktiv und unnötig bezeichnet.

Folgende Tipps sollten den Verbrauchern laut BITKOM helfen, bei internationaler Handynutzung günstig zu telefonieren:

1. Im Voraus Informationen über Tarife einholen.

Die meisten Mobilfunkanbieter haben recht übersichtliche Roaming-Konditionen. Meist sind einheitliche Tarifmodelle für ganze Ländergruppen die Regel. Dadurch wird dem Handynutzer erspart, sich bei jedem Grenzübertritt auf neue Minutenpreise einstellen zu müssen. Viele Mobilfunkanbieter stehen in Kooperation mit ausländischen Partnernetzen, deren Tarife vergleichsweise niedrig angesetzt sind. In diesem Fall sollte unbedingt auf die automatische Netzwahl im Mobiltelefon verzichtet werden und das Partnernetz manuell ausgewählt werden. Innerhalb der EU können die Preise die Obergrenze von 55 Cent für ausgehende und 26 Cent für eingehende Anrufe nicht überschritten werden. Auf der Webseite des jeweiligen Mobilfunkanbieters können sich die Kunden über weitere Details informieren oder diese über die Service-Hotline erfragen. Über den Kundendienst des Mobilfunkbetreibers können sich die Nutzer informieren, ob die Mobilfunkkarte für die Auslandsnutzung frei geschaltet ist – wer Prepaid-Karten von den Discountern nutzt, muss eventuell mit Einschränkungen rechnen.

2. Auf mögliche, spezielle Reise-Angebote der Anbieter sollte geachtet werden.

Für Kunden, die sich regelmäßig im Ausland aufhalten und ihr Handy dort nutzen, bieten manche Netzbetreiber Sondertarife an. Diese sind meist mit einer zusätzlichen Grundgebühr gekoppelt, dafür werden die Minutenpreise entsprechend günstig angesetzt. Wer im Ausland dauerhaft erreichbar sein muss, sollte sich hinsichtlich einer solchen Option erkundigen.

3. Eventuelle Alternativen sollten geprüft werden.

Für Langzeit-Urlauber können die ausländischen Prepaid-Karten eine ideale Alternative darstellen – oder die Mobilfunkkarten, die von speziellen Reise-Discount-Anbietern auf dem Markt sind. Der Nachteil dabei ist, dass mit diesen Karten eine neue Ruf-Nummer zugeteilt wird. Diese muss dann wiederum den Freunden und Bekannten erst einmal mitgeteilt werden. Einige der deutschen Prepaid-Handys sind zudem für Karten, die von anderen Anbietern stammen, gesperrt. Eine weitere Alternative bieten die Calling Cards. Dabei wird von den Urlaubern ein bestimmtes Guthaben gekauft, das dann von öffentlichen Telefonzellen aus verbraucht werden kann. Eine weitere Möglichkeit kann der mitgebrachte Laptop bieten, wenn im Hotel ein WLAN Internet-Zugang angeboten wird – dann kann möglicherweise gratis über den Laptop telefoniert werden.

4. Die technischen Voraussetzungen sollten vorab geklärt werden

Mobilfunknetze, die dem europäischen GSM-Standard entsprechen, bestehen derzeit in 220 Ländern. Die meist genutzten Dualband-Handys funktionieren problemlos in Afrika, Australien, Asien und auf den Pazifik-Inseln. In Südkorea, Japan, einigen Karibikinseln sowie in Süd- und Nordamerika muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Die Service-Hotline der Mobilfunkanbieter kann Auskunft geben, ob das eigene Handy sich automatisch am Reiseziel in das jeweilige Netz einbucht. Sollte dies nicht der Fall sein, können Mobiltelefone für den Urlaub oder die Geschäftsreise angemietet werden.

5. Rufnummern sollten in internationalem Format gespeichert werden

Für die Anrufe aus dem Urlaub oder der Geschäftsreise ist es notwendig, dass die jeweilige Länderrufnummer vor der Ortsvorwahl eingegeben wird. Wer dies gleich beim Speichern aller Ruf-Nummern berücksichtigt, spart sich viel Zeit, das Ganze umzustellen. Für Deutschland wird dann entweder die 0049 und die Ortsvorwahl ohne "0" benötigt oder +49, wobei das "+" der Ersatz für "00" darstellt.





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