Der Schriftwechsel wird von immer mehr Bundesbürgern elektronisch per E-Mail erledigt. Im beruflichen Alltag wird der Schriftwechsel immer mehr per E-Mail statt auf dem herkömmlichen Postweg erledigt, Steuererklärungen werden per Elster-Formular über Internet verschickt und aus Brief-Freundschaften wurde im Laufe der Zeit eine E-Mail-Kommunikation. Die Post will durch eine revolutionäre Aktion, der Brief-Flatrate wieder attraktiver werden und plant zusätzlich ein eigenes DE-Mail-System – so berichtete die "WirtschaftsWoche" am vergangenen Samstag exklusiv auf ihrem Internet-Portal.
Das Magazin wurde von einem Insider über die Pläne unterrichtet, die augenblicklich "in der Entwicklungsküche" köcheln. Bereits 2010 wäre es möglich, dass die Brief-Flatrate zu erwarten ist. Für Unternehmen ist die Rede von realistischer Weise 60 Euro Jahresgebühr. Unternehmen, die sehr viele Briefe versenden, soll die Jahresgebühr entsprechend höher angesetzt werden. Das Briefvolumen der Post geht jährlich um rund 2 Prozent zurück und mit dieser Aktion will die Post wieder Kunden zurückgewinnen.
Verschärft wird dieser Trend weiter, da allein in den ersten drei Monaten 2009 im Briefgeschäft die Post 150 Millionen Euro weniger Gewinn machen wird als noch im Vorjahr. Es ist ein weiterer Rückgang von fünf Prozent zu erwarten. Eine weitere Idee ist, das Briefporto zu staffeln. Ein Brief von Köln nach Bonn könnte günstiger als nach Bayern sein.