Auch im Sommer lohnt sich Wärmedämmung – laut deutschem Wetterdienst häufen sich die heißen Tage

  1. 10.06.2009 09:31
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Durch richtige Wärmedämmung wird im Sommer eine Überhitzung verhindert. Selbst Maßnahmen für mehr Schatten oder neue Fenster sind der Kühlung ohne Klimaanlage zuträglich und sind nicht nur günstiger sondern auch umweltfreundlicher als Klimaanlagen.

Bei Altbauten schützt eine gute Wärmedämmung nicht nur im Sommer vor Überhitzung, sondern auch im Winter vor massiven Wärmeverlusten. Claudia Rist vom Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg sagte: "Bei Hitzewellen in den Sommermonaten hält eine gut gedämmte Gebäudehülle die Hitze lange Zeit außerhalb der eigenen vier Wände. Neue Wärmeschutzfenster und eine Verschattung durch Rollläden oder vorstehende Balkone verringern ebenfalls den Wärmeeintrag." Gerade ein effizient gedämmtes Dach kann die Temperatur um bis zu 10 Grad Celsius oder mehr senken. Nach den Prognosen zu einem deutlich wärmeren Sommer steigt nach Meinung der Experten der Bedarf in Altbauten nach Hitzeschutz. Ein kostenloses Beratungstelefon zum Thema Zukunft Altbau sowie das Internet bieten weitere Informationen, Hotline 08000/12 33 33 oder Internet www.zukunftaltbau.de.

Aufgrund des Klimawandels geht der Deutsche Wetterdienst (DWD) davon aus, dass es im Sommer eine ansteigende Anzahl heißer Tage und Nächte in Deutschland geben wird. Speziell für Ballungsräume wurde Ende April von der Bundesbehörde ein Temperaturanstieg prognostiziert. Zunehmend wird es mehr heiße Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad Celsius und tropische Nächte mit Lufttemperaturen nicht unter 20 Grad Celsius geben. Im Jahr 2050 wird das Thermometer in Frankfurt am Main an mindestens jedem sechsten Tag im Jahr auf über 25 Grad Celsius anzeigen.

Hermann Dannecker, Energieberater und Vorstand des deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN) sagt: "Hochsommerliche Temperaturen im Inneren lassen sich am besten durch eine gute Dämmung des Dachs und der Außenfassade vermeiden. Das liegt daran, dass die Dämmmaterialien die Wärme wesentlich langsamer hindurch leiten. Um den Wärmefluss zu verhindern, sind auch Dreischeiben-Wärmeschutzfenster und außen liegende Rollläden nützlich." Um bis zu 75 Prozent Sonneneinstrahlung wird durch außen angebrachte Rollläden verringert. Selbst innenliegende Jalousien reduzieren die Sonneneinstrahlung noch um 25 Prozent.

Dannecker erklärt auch, dass das nächtliche Querlüften sei von enormer Bedeutung sei. Durch dieses Lüften kann die warme Raumluft und auch Wärme aus aufgeheizten Wänden und Decken wieder zirkulieren und entweichen. Während des Tages hingegen sollten sämtliche Sonnenschutzvorrichtungen und Fenster geschlossen werden. Der Bauexperte rät von Klimaanlagen ab, da ihr Einsatz aufgrund des hohen Stromverbrauchs unwirtschaftlich und unökologisch sei.

Wohnungs- und Hauseigentümer können sich über Zukunft Altbau informieren – unabhängig über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und entsprechende Fördermaßnahmen und -möglichkeiten. Umgesetzt wird dieses Programm von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe.





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