Die Entscheidung zur Digitalen Dividende durch den Bundesrat wird vom Hightech-Verband BITKOM begrüßt. Der Präsident des Verbandes Prof. Dr. August Wilhelm Scheer: "Jetzt ist endlich der Weg frei für schnelle Internet-Zugänge auf dem Land." Nun können zusätzliche Frequenzen unterhalb von einem Gigahertz genutzt werden, was die Versorgung der Bewohner ländlicher Regionen mit kostengünstigem und schnellem Breitband-Zugang möglich macht. "Die deutsche Telekommunikationsbranche ist bereit, hohe Millionenbeträge in die Internet-Versorgung auf dem Land zu investieren und wird damit Vorreiter in Europa sein", so Scheer. Die Bundesnetzagentur kann nun bald mit der Vergabe der Frequenzen beginnen. Wenn alles klappt wie geplant können bereits im nächsten Jahr die ersten ländlich gelegenen Regionen mit Breitband versorgt werden. Scheer weiter: "Die Frequenzen sollten bundesweit ausgeschrieben werden."
Schon vor Monaten haben die Telekommunikationsprovider zugesichert, sich besonders um die noch unversorgten Gebiete zu kümmern und dort das Breitband-Internet zu erschließen sobald die Vergabe der Frequenzen abgeschlossen ist. Die Breitband-Strategie der Bundesregierung lässt hoffen, dass bis spätestens Ende 2010 alle deutschen Haushalte mit schnellen Internet-Zugängen versorgt sein werden. Frei werdende Rundfunkfrequenzen sind dabei ein wichtiger Baustein. Diese Frequenzen werden frei, da nach der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks nur noch wenige der bisherigen Frequenzen benötigt werden. Die dadurch frei werdenden Frequenzen bezeichnet man als Digitale Dividenden. Im Bereich von 790 bis 862 MHz können diese nun für Telekommunikationszwecke eingesetzt werden.