Einer neuen Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen Gravity Tank aus Chicago zufolge stielt Handysoftware den Medien, Spielkonsolen und MP3-Playern immer mehr die Show. Viele iPhone- oder Smartphone-Nutzer, die das Google-Betriebssystem Android nutzen, wenden sich ab von Zeitungen und Fernsehen und nutzen stattdessen Online-Widgets.
iPhone-und T-Mobile G1-User nutzen durchschnittlich 6,8 Applikationen pro Tag und haben 23,6 Programme auf ihren Smartphones. 48% der Nutzer gaben an, dass sie mehr als ein Mal wöchentlich neue Programme downloaden und ihre Handy-Software mindestens eine halbe Stunde pro Tag nutzen, dafür aber bei anderen Geräten und Medien sparen.
32% der Befragten Besitzer und Nutzer eines iPhones oder des T-Mobile G1 gaben an, dass sie ihre mobilen Spielkonsolen wie Playstation oder X-Box nur noch selten nutzen und lieber das Handy zum Spielen nutzen. 31% der Befragten gaben an, dass das Lesen von Zeitungen nur noch selten erfolgt, 28% sehen ihren MP3-Player durch das Smartphone ersetzt und 24% der Umfrageteilnehmer gaben an, weniger fernzusehen als vorher.
Etwa die Hälfte der Nutzer empfindet Handy-Programme und Applikationen als wichtige Tools um organisiert zu bleiben und anstehende Arbeiten zu erledigen. Allerdings beklagen auch 78%, dass sie zu wenig Zeit haben, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass die vielen Applikationen Raum für Spielereien und Ablenkungen bieten.
Mehr als die Hälfte der befragten iPhone-Nutzer geben an, dass die einfach zu installierenden Applikationen den Wert der Geräte um ein Vielfaches anheben und sie daher ihre Meinung über das Nutzen von Handys grundlegend verändert haben. Gravity Tank zitiert einen Apple-User: "Als das iPhone herauskam, war es ein 500 Dollar teures Stück Schrott. Mit den Apps ist es jetzt ein Mini-Computer."