So gehören auch Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen sowie PSD- und Sparda-Banken zu dem Kreis der Anbieter. Die Zeitschrift Finanztest fand bei näherem Hinsehen heraus, dass von insgesamt 67 Banken nur 17 ein wirklich kostenloses Girokonto anbieten. Kunden, die eine Filiale in der Nähe brauchen, haben da schon ein Problem hinsichtlich der Auswahl. Deutschlandweit gilt hier die norisbank mit ihrem Top-Girokonto als der beste Anbieter. Dem Kunden steht es frei, das Konto online zu führen, die Filiale zu besuchen oder Bankgeschäfte per Telefon zu tätigen. An insgesamt 7000 Geldautomaten besteht zudem die Möglichkeit, kostenlos Geld abzuheben. Das ist keineswegs selbstverständlich. Regionale PSD-Banken haben für ihre Kunden ein ähnliches Angebot. Wer keine Bankfiliale für seine Bankgeschäfte braucht, fährt mit einem online geführten Konto gut, zum Beispiel bei der ING-Diba, Wüstenrot Bank, comdirekt bank, der regionalen Saalesparkasse oder der MBS in Potsdam.
Vor der Eröffnung eines kostenlosen Girokontos sollte das Kleingedruckte gelesen werden. Nicht alle Banken ermöglichen ein kostenloses Abheben von Bargeld. Andere wiederum bestehen auf einem monatlichen Mindest-Geldeingang oder nötigen die Kunden, Genossenschaftsanteile zu kaufen. Beim Test von Finanztest stellte sich heraus, dass insgesamt 33 Kreditinstitute bestimmte Bedingungen vorgeben.
Mit der Visa-Kreditkarte der ING-Diba dürfen Bankkunden europaweit gebührenfrei Geld abheben. Sogar Supermärkte wie Rewe oder Penny bieten inzwischen die Möglichkeit, bis zu 200 Euro täglich an Bargeld zu erhalten. Voraussetzung ist, dass zu einem Mindestbetrag Einkäufe getätigt werden. Dieses Angebot soll es bald auch bei Netto und Lidl geben, berichtet Finanztest.
Ein kostenloses Girokonto bedeutet im übrigen nicht, dass das Überziehen des Kontos nun auch kostenlos ist. Hierfür fallen wie gewohnt im Durchschnitt 12 Prozent Überziehungszinsen an.