Steigendes Betrugsrisiko für die Finanzinstitute

  1. 26.06.2009 10:47
  2. Geldanlagen
  3. Tarifeverzeichnis

Gemäß den Erwartungen von 76 Prozent der führenden Finanzinstitute nimmt das Betrugsrisiko für Banken in den nächsten Jahren noch weiter zu. Die Compliance-Experten sehen im IT-Bereich und den damit ermöglichten Betrugsfeldern die größte Herausforderung, zur Betrugsprävention. dabei sind die Maßnahmen der europäischen Länder ziemlich unterschiedlich. Die deutschen Institute konzentrieren ihre IT-Überwachung vorwiegend auf die Bereiche Insiderhandel und Marktmanipulationen, in weiteren Ländern Europas wird vor allem auf Prävention beim Zahlungsverkehr Wert gelegt. Dies ergab die Studie "Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche", erstellt von Steria Mummert Consulting.

Da neben den finanziellen Schäden auch Reputationsrisiken für Banken und Finanzdienstleister bei erfolgreichen Betrugsversuchen resultieren, werden von den Instituten in Europa zahlreiche Methoden angewandt, um durch Anti-Fraud-Maßnahmen gegen Betrugsstraftaten eine effektive Risikoabsicherung zu bewirken. Die Funktionstrennung, das 4-Augen-Prinzip und interne Revisionen erwiesen sich laut Angaben der Compliance-Experten als besonders wirksam. Durch eine entsprechende Kombination dieser relativ kostengünstigen und bekannten Präventionsmaßnahmen kann von den Unternehmen meist eine akzeptable Basis-Risikoabsicherung geschaffen werden.

Unumgänglich sind dabei für mittlere bis große Institute IT-Systeme, um die Vielfalt und Komplexität der Daten, die untersucht werden müssen, zu kontrollieren. Laut eigenen Angaben nutzen knapp drei Viertel der Institute IT-gestützte Lösungen zur Transaktionsüberwachung. Eine Aktualisierung des für die Überwachung im IT-Bereich notwendigen Indizienkatalogs wird allerdings von der Mehrheit der Institute eher unregelmäßig oder nur anlassbezogen durchgeführt. Nur eine Minderheit der Institute führt anlassbezogene Updates in kürzeren Takten durch – eine wöchentliche Aktualisierung machen nur 5 Prozent der Unternehmen, 3 Prozent monatlich und 13 Prozent der Institute quartalsweise.




02.02.Sparbücher: Noch bis Ende Februar Zinsen auf Sparguthaben abheben
25.01.Falsche Beratung durch Bank: Rechtsschutzversicherung muss zahlen
23.01.Gesetzliche Regelung der Honorarberatung im Finanzmarkt gefordert
23.01.Goldpreis steigt weiter
20.01.Finanztest: Mit Immobilienrente Rente aufbessern und im Eigenheim wohnen bleiben