Eine Baugeldstudie des Baufinanzierers HypothekenDiscount zeigt, dass 20% der Deutschen die Dauer zur Schuldenfreiheit bei einer Baufinanzierung falsch einschätzen. Dabei ist es unerheblich ob die Befragten potenzielle Immobilienkäufer waren oder im Gegensatz dazu keinerlei Kaufinteresse hatten – das Wissen zur Dauer der Baufinanzierung war durchgehend schlecht, die wenigstens wussten, dass es im Schnitt 30 Jahre dauert bis ein Kredit getilgt ist.
Besonders die jüngere Generation hat kaum eine Vorstellung davon, wie lange es tatsächlich dauert, bis ein Baudarlehen wirklich komplett abgezahlt ist. Nur 63,8% der Befragten im Alter von 20 bis 29 Jahren waren in der Lage, dies realistisch einzuschätzen. Bei der älteren Generation der 50- bis 59-jährigen hingegen waren 91% gut informiert und wussten über die Dauer einer Baufinanzierung Bescheid. Doch gerade die junge Generation von Berufseinsteigern und Familiengründern ist es, die eine Immobilienfinanzierung abschließt.
Zinsen sparen durch hohe Tilgungssumme
Eine höhere Tilgung kann dazu führen, dass der Hauskäufer um mehrere Jahre früher schuldenfrei ist. Schließt man zum Beispiel ein Baudarlehen in Höhe von 150.000 Euro ab mit Zinssatz von 4,35% und nur einem Prozent Tilgung, so braucht man zur Rückzahlung dieses Darlehens fast 39 Jahre. Erhöht man die Tilgung jedoch auf 2%, verringert sich die Dauer der Rückzahlung des Baudarlehens um 12 Jahre, womit sich über die gesamte Laufzeit knapp 57.000 Euro sparen lassen. Es ist also wichtig, vor Abschluss eines Darlehens all diese Optionen durchzurechnen.
Niedrige Zinsen nutzen – höher tilgen
Solange das Zinsniveau so günstig ist wie zurzeit, sollte man eine lange Zinsbildung von 15 und mehr Jahren vertraglich festhalten. So kann man sich die guten Zinskonditionen für eine lange Zeit sichern. Das dadurch gesparte Geld kann in die Rückführung gesteckt werden. Beim Abschluss eines Finanzierungsvertrages sollte man außerdem darauf achten, dass Sondertilgungen und flexible Rückzahlungsraten möglich sind.