Reallöhne sind im ersten Quartal 2009 0,4 Prozent geringer

  1. 29.06.2009 10:08
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Demnach sind die Reallöhne gegenüber dem Vorjahresquartal um insgesamt 0,4 Prozent gesunken. Bei den Erhebungen wurde erstmals die Entwicklung der Preise der Entwicklung der Verdienste gegenüber gestellt. Man spricht hier von dem sogenannten Reallohnindex. Die geringeren Reallöhne sind darauf zurückzuführen, dass die Verdienste nur schwach angestiegen sind, was vor allem daran lag, dass weniger Sonderzahlungen vorgenommen worden sind. Diese Sonderzahlungen waren 7,9 Prozent geringer als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Bruttoverdienste pro Monat, die sogenannte Grundvergütung, wurden nur um 1,5 Prozent angehoben.

Die gesunkenen Monatsverdienste sowie die geringere Arbeitszeit ist wohl damit zu erklären, dass sowohl im produzierenden Gewerbe als auch im Bereich der Dienstleistungen Kurzarbeit an der Tagesordnung war. Bedingt durch die Kurzarbeit betrug die Wochearbeitszeit beim produzierenden Gewerbe und bei den Dienstleistungen im Gegensatz zum ersten Quartal 2008 im ersten Quartal 2009 1,6 Prozent weniger. Am auffälligsten ist der Rückgang der Wochenarbeitszeit beim verarbeitenden Gewerbe, hier wurde im ersten Quartal 2009 4,2 Prozent weniger gearbeitet. Die bezahlten Wochenarbeitsstunden betrugen hier nur noch 36,8 Stunden. Weiterhin ging in diesem Wirtschaftsbereich auch der Bruttomonatsverdienst des Einzelnen um durchschnittlich 2,3 Prozent nach unten. Während die Kurzarbeit großen Einfluss auf den monatlichen Bruttoverdienst hat, zeigt sich bei dem Bruttostundenverdienst keine Auswirkung. Diese Stundenverdienste waren im verarbeitenden Gewerbe 2 Prozent höher. Betrachtet man alle Wirtschaftszweige, kann man eine Steigerung der Bruttostundenlöhne von 3,1 Prozent ausmachen. Im verarbeitenden Gewerbe wird somit eine Steigerung der Bruttomonatsverdienste um 1,5 Prozent erreicht.

Spitzenverdiener im ersten Quartal 2009 kommen aus den Branchen Information und Kommunikation, Energieversorgung und Versicherungs- oder Finanzdienstleistungen. Der durchschnittliche Verdienst im Dienstleistungsbereich sowie im produzierenden Gewerbe lag für einen Beschäftigten in Vollzeit 3.108 Euro brutto. Nicht so gut weg kommen Angestellte im Baugewerbe mit 2.501 Euro brutto, wirtschaftliche Dienstleistungen mit 2.067 Euro sowie als Schlusslicht das Gastgewerbe mit 1.882 Euro brutto.




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